André Bienek konnte sich am Sonntag entspannt zurücklehnen und verfolgen, wer seinem Team ins Finale um die Deutsche Rollstuhlbasketball-Meisterschaft folgt. „Es ist schon interessant, zu sehen, ob es Lahn-Dill schafft“, sagte der Trainer der RSB Thuringia Bulls. Die hatten ihr Halbfinale souverän gewonnen und nach dem ersten Spiel auswärts auch das zweite am Freitag daheim gegen Hannover United für sich entschieden.

Der Dauerrivale und Rekordmeister aus Wetzlar, gegen den die Bulls im seit Jahren währenden Duell um die nationale Vorherrschaft insgesamt knapp mit 34:33 führen, hatte da deutlich härter zu kämpfen. Der Titelverteidiger verlor das erste Spiel bei Rhine River Rhinos aus Wiesbaden mit 54:65, glich in Spiel 2 daheim am Freitag per 66:60 aus. Das Entscheidungsspiel am Sonntag gewann Lahn-Dill mit 68:58.

In die Finalserie, die in knapp einem Monat beginnt, gehen die Bulls als Favorit. Der sechsfache Meister und amtierende Vizemeister war in dieser Saison das klar beste Team der Bundesliga. Dass er auch international titelreif ist, will er am ersten Mai-Wochenende beim Final Four um den Champions Cup in Istanbul zeigen und den wichtigsten europäischen Vereinstitel zum dritten Mal gewinnen.