Mit 4854 Läufern verbuchte die 15. Auflage des Altenburger Skatstadtmarathons am Samstag einen neuen Teilnehmerrekord. Strahlender Sonnenschein und hochsommerliche Temperaturen stellten hohe Anforderungen an alle Starter. Auf der Halbmarathon-Distanz wurden die sportlich wertvollsten Leistungen erbracht. Hier setzte sich der Leipziger Marcus Schöfisch in 1:13:51 Stunden durch, was einer beachtlichen Kilometer-Zeit von 3:30 Minuten entsprach.

Für Leipziger Schöfisch vergeht die Zeit wie im Flug

Der gebürtige Erzgebirgler, der mittlerweile in Leipzig zu Hause ist, hatte sich im Vorjahr Bronze bei der Deutschen Marathon-Meisterschaft geholt. „Das war eine echt harte Strecke. Aber an jeder möglichen Stelle waren Verpflegungspunkte eingerichtet, wo zahlreiche freiwillige Helfer agierten. So war die Strecke so kurzweilig, dass ich dachte, es wären nur zehn Kilometer gewesen“, meinte Schöfisch im Ziel, wo er den Erfurter Marcel Krieghoff gut sechseinhalb Minuten hinter sich ließ.

Kristin Hempel setzt im Halbmarathon ein Ausrufezeichen

Dafür hatte eine Thüringerin bei den Frauen deutlich die Nase vorn. Kristin Hempel vom USV Erfurt gewann in 1:29:45 Stunden. Die dreifache Supermarathon-Siegerin vom Rennsteiglauf, die in der Woche im Training 100 Kilometer abspult, wurde auf dem gut gefüllten Altenburger Markt ebenso herzlich empfangen. „Zum Glück führte die Strecke zunächst viel durch den Wald, der einiges an Schatten spendete. Der zweite Teil war dann aufgrund der Hitze schon ziemlich anstrengend“, verriet die Siegerin, die bei den Männern Rang sieben belegt hätte.

Ein Siegerküsschen gab es für die Erfurter Halbmarathon-Siegerin Kristin Hempel im Ziel.
Ein Siegerküsschen gab es für die Erfurter Halbmarathon-Siegerin Kristin Hempel im Ziel.© Jens Lohse

Über die Marathon-Strecke hatte Erik Hersmann vom Jenaer Intervalexpress auf dem langen Kanten in 2:54:04 Stunden die Nase vorn. Für den 23-Jährigen war es seine Premiere über die lange Distanz. „Die ersten zehn Kilometer waren etwas zu langsam, die zweiten dann deutlich zu schnell, was ich hinten raus ziemlich bereut habe, als es immer heißer wurde. Zum Glück wurde ich gut mit Wasser versorgt. Das war heute enorm wichtig. Die zweite Runde war zudem schwierig für den Kopf. Da musste ich hart arbeiten. Mit meinem Marathon-Debüt bin ich trotzdem zufrieden“, so Erik Hersmann, der eigentlich eine Zeit von 2:50 Stunden angepeilt hatte. Auf den Podestplätzen folgten Vincent Hoyer (LFV Oberholz) in 3:02:34 Stunden und der Windischleubaer Steffen Burkhardt (3:03:32 h).

Schmidt mit 84 Jahren der älteste Teilnehmer

Der 84-jährige Ernst Dieter Schmidt ruft ins Mikrofon: „Der Skatstadtmarathon ist Weltklasse!"
Der 84-jährige Ernst Dieter Schmidt ruft ins Mikrofon: „Der Skatstadtmarathon ist Weltklasse!"© Jens Lohse

Die Frauen-Wertung entschied die Leipzigerin Janine Kühne in 3:42:55 Stunden für sich. Angeboten wurden Strecken ab 400 Meter. Ältester Teilnehmer war der 84-jährige Franke Ernst-Dieter Schmidt, der noch fünfmal in der Woche trainiert und über 5,4 km an den Start ging. Sein weibliches Pendant war die 81 Jahre alte Margot Haupt aus Leipzig.