EM-Flair noch vor dem offiziellen Start der Fußball-EM der Frauen: Funke Medien Thüringen und der Thüringer Fußball-Verband (TFV) machen es in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern am Sonntag in Erfurt möglich. Ab 10.30 Uhr rollt auf vier Spielfeldern à 30 x 20 Meter auf dem Sportplatz Essener Straße der Ball, wenn 16 zuvor ausgeloste Mädchenmannschaften aus ganz Thüringen um den Titel bei der Mini-EM kämpfen, die in diesem Jahr schon ihre zweite Auflage erlebt.
An der Mini-EM nehmen in diesem Jahr erstmals nur Mädchen teil
Anders als bei der erfolgreichen Premiere vor einem Jahr im Geraer Stadion der Freundschaft stehen diesmal ganz allein die Kickerinnen aus dem Freistaat im Mittelpunkt. Ihnen gehört die große Fußball-Bühne. Das Turnier ist angelehnt an die Frauen-EM, die vom 2. bis 27. Juli in der Schweiz stattfindet. Zehn Tage vorher gibt es also schon in Erfurt den Probelauf.

Jede Mannschaft, bestehend aus neun Spielerinnen der E-Jugend-Jahrgänge (2014/15) oder jünger, vertritt einen EM-Teilnehmer, läuft in den Trikots des zugelosten Landes auf. Und gespielt wird in der Thüringer Landeshauptstadt auch im gleichen Modus – mit einem Unterschied. Die ausgeschiedenen Teams spielen in einem separaten Turnierstrang weiter, sodass jede Mannschaft auf mindestens fünf bis sechs Spiele (Dauer zehn Minuten) kommt.
TFV-Chefs hoffen auf Schub für Mädchenfußball in Thüringen
Thomas Münzberg, Geschäftsführer TFV, und TFV-Präsident Udo Penßler-Beyer erhoffen sich im Vorfeld auch einen Schub für die Fußballerinnen hierzulande. „Wir freuen uns über das große Interesse und die zahlreichen Bewerbungen, sowohl von den Vereinen als auch von einigen Schulen, die in diesem Jahr erstmals dabei sind. Das zeigt, wie lebendig der Mädchenfußball in Thüringen ist“, sagte Münzberg. TFV-Chef Penßler-Beyer meinte mit Blick auf den Mädchen- und Frauenfußball in Thüringen: „Wir haben schon noch Luft nach oben. Vielleicht wird die EM eine große Werbegeschichte.“
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In die gleiche Kerbe schlägt Hardy Keppler, der Trainer von „EIC Girls United“: „Wir möchten zeigen, was es für tolle Fußballerinnen im Eichsfeld gibt und mehr Aufmerksamkeit und Respekt für sie erreichen, die sie vielleicht in ihren Jungenmannschaften nicht immer erhalten.“ Die Spielerinnen aus dem Eichsfeld vertreten Polen, das in der Vorrundengruppe C auf Deutschland alias Eintracht Sondershausen, Dänemark (BSG Kali Werra Tiefenort) und Schweden (Internationale Gemeinschaftsschule Erfurt) trifft.
Große Auslosung mit allen Teilnehmerinnen im Vorfeld in Erfurt
Dass nicht nur beim Turnier, sondern auch schon im Vorfeld der Mini-EM großer Bahnhof für den Mädchenfußball herrschte, erlebten die Teilnehmerinnen bei der Länder-Zulosung Anfang Mai im Verlagsgebäude von Thüringer Allgemeine, Ostthüringer Zeitung und Thüringische Landeszeitung in Erfurt. Wie vor einem großen Turnier schickten alle Vereine Vertreter und waren gespannt, für welches Land sie an den Start gehen.

Freilich wurden nicht alle Wünsche erfüllt, aber am Ende konnten sich alle mit ihrem Gastland anfreunden. So auch Hardy Keppler: „Natürlich hofft man bei der Auslosung auf Nationen wie Deutschland oder England. Bei Polen mussten wir erst einmal leicht schmunzeln. Polens Farben sind rot-weiß. Das passt, da wir einige Fans von Bayern München in unsere Mannschaft haben.“
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Organisatoren hoffen auf einen unvergesslichen Tag in Erfurt
Jede Mannschaft erhält am Sonntag neun einheitliche Trikots und Mittagsversorgung. Auch die jeweils zwei Coaches pro Team werden entsprechend ausgestattet. Darüber hinaus gibt es Mitmachangebote wie Kinderschminken und einige sportliche Tests, nicht nur für alle Teilnehmerinnen, sondern hoffentlich auch für die zahlreichen Zuschauer. Schließlich soll auch abseits der Spielflächen EM-Flair herrschen.






