Das Revier und die gesamte deutsche Fußballwelt trauert um einen ehemaligen Stürmer-Star. Der gebürtige Essener Frank Mill (67) erlitt im Mai einen schweren Herzinfarkt, an dessen Folgen ist er nun verstorben. Das wurde dieser Redaktion bestätigt. Mills Zustand war nach dem Ende Mai erlittenen Herzinfarkt kritisch. Viele Fußball-Fans hatten in sozialen Netzwerken auf die Nachricht reagiert und dem früheren Bundesligastürmer eine gute und schnelle Genesung gewünscht. Nun folgte am Dienstagmittag die traurige Gewissheit.

Mill, dessen Stern als Fußballer in den siebziger Jahren bei Rot-Weiss Essen aufging, war Ende Mai in Italien unterwegs, als er im Taxi in Mailand einen schweren Herzinfarkt erlitt. Er wurde per Hubschrauber in ein Mailänder Krankenhaus eingeliefert, wo sich die Ärzte um die Sofortmaßnahmen kümmerten. Als sein Zustand als stabil bezeichnet wurde, transportierte man ihn in ein Essener Krankenhaus.

Frank Mill war wenige Wochen vor dem Herzinfarkt bei RWE zu Gast

An der Essener Hafenstraße war Mill, wo ihn Freunde und Fans nur „Frankieboy“ nennen, ein gern gesehener Ehrengast. Beim Heimspiel gegen den VfL Osnabrück (11. Mai) war er zuletzt im Stadion, er wirkte auch am Jubiläumstrikot mit. Wenige Wochen später erlitt er die Herzattacke.

Fußball,Fussball,                           Fußball,Fussball,                           06.01.2015
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Hier fühlt sich Frank Mill wohl: Der ehemalige Stürmer steht im Stadion von Rot-Weiss Essen.© firo Sportphoto | firo Sportphoto/Jürgen Fromme

Für Rot-Weiss Essen absolvierte der treffsichere Angreifer von 1976 bis 1981 120 Spiele, in denen er 74 Tore erzielte. Anschließend spielte Mill für die NRW-Vereine Borussia Mönchengladbach (1981-1986), Borussia Dortmund (1986 - 1994) und Fortuna Düsseldorf (1994 - 1996).

Frank Mill führt eine erfolgreiche Fußballschule

International war der WM-Titel in Italien 1990 sein sportlicher Höhepunkt, zumindest auf dem Papier. Frank Mill gehörte zwar zum Aufgebot, wurde aber in keinem Spiel eingesetzt und erklärte hinterher immer wieder: „Eigentlich bin ich kein Weltmeister“. Nach seiner Spielerkarriere war er kurzzeitig Manager von Fortuna Düsseldorf, seine „Frank Mill Fußballschule“ für Kinder und Jugendliche ist deutschlandweit bekannt.