Der Burgfrieden an der Wartburg hält. In einer dürren Pressemeldung, Nachfragen der Medien wurden abgelehnt, haben sich Gesellschafter der ThSV-Marketing GmbH nach einer mehrstündigen Sitzung am Dienstagnachmittag erklärt. Die Sponsoren und der Stammverein ThSV Eisenach e.V., der weiterhin 51 Prozent der Anteile hält, seien sich nach einer intensiven Analyse einig, „dass strukturelle Veränderungen erforderlich sind, die durch die Mitgliederversammlung entschieden werden.“ Eine Möglichkeit könnte der Einstieg eines weiteren Gesellschafters sein, der Anteile des Stammvereins finanziell übernimmt. Bisher lehnte das Präsidium das aber ab.

Wittes Vertrag offenbar „angepasst“

Dieser Weg solle mit Geschäftsführer René Witte gemeinsam beschritten werden „und die hierfür erforderlichen Anpassungen vollzogen werden“, erklärten die Gesellschafter. Man sehe „einer gemeinsamen und vertrauensvollen Zusammenarbeit für die Zukunft mit großer Freude entgegen.“ Zuletzt hatte es Gerüchte gegeben, Witte solle abgelöst werden. Nun wurde offenbar sein laufender Vertrag neu „angepasst“.

Interne Krise beeinträchtigt sportliche Leistung des ThSV nicht

Im vergangenen Jahr waren Streitigkeiten im Zusammenhang mit dem Abschied von Trainer Misha Kaufmann im Verein ausgebrochen, in deren Mittelpunkt der Manager und Geschäftsführer Witte stand. Seitdem herrscht zwischen Stammverein mit Präsident Shpetim Alaj und Witte eine mehr als kühle Atmosphäre. Der sportliche Erfolg wurde von der internen Krise aber nicht beeinträchtigt. Die ThSV ist auch in seiner dritten Erstligasaison infolge diesmal mit Coach Sebastian Hinze auf Kurs Klassenerhalt.