Melissa Schaefer überraschte sich selbst. Im entscheidenden Rennen lief die Eisschnellläuferin vom ESC Erfurt ihre besten 3000 Meter. Lohn für die 19-Jährige im ersten Neu-Senioren-Jahr ist der erste EM-Auftritt am kommenden Wochenende in Polen. Das deutsche Aufgebot in Tomaszów Mazowiecki besitzt einmal mehr Erfurter Züge.
Mit Stefan Emele, Moritz Klein, Maximilian Strübe und Neu-Senior Tomy Nguyen als weiteren EM-Debütanten stehen vier weitere ESC-Athleten in der 13-köpfigen Mannschaft für die Wettbewerbe vom 9. bis 11. Januar in Polen.

Während die Konkurrentinnen Runde für Runde langsamer wurden, blieb Melissa Schaefer konstant schnell und gewann am Sonntag in Bestzeit von 4:12,70 Minuten souverän die EM-Qualifikation. „Ein tolles Ergebnis“, fand Nadine Seidenglanz. Die Sportdirektorin der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) hob die Zeit als herausragende Leistung in den Qualifikationsrennen am Wochenende in der Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle hervor. Durch die Nominierung steht die 19-Jährige neben der EM-Premiere auch vor dem Weltcup-Debüt bei den Großen in Inzell (23. bis 25. Januar).
Während das Gros der für einen Olympia-Startplatz infrage kommenden Sportler die EM auslassen, um bis Inzell die Form weiter aufzubauen, lieferte Stefan Emele ansprechende Ergebnisse. Nachdem er die Olympia-Norm verpasst hatte, gewann er über 1000 und 1500 Meter. Für den 1000-m-Zweiten Moritz Klein bietet die EM zudem eine Chance, sich nach einer erfüllten Teil-Norm für einen Olympia-Start zu empfehlen. Eine Top-Drei-Platzierung bedeutete das Mailand-Ticket.
Zehn Sportler haben die Normen erfüllt. Ein gutes Dutzend an Namen könnte auf der DESG-Vorschlagsliste für die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo stehen. Kurz vor dem Weltcup in Inzell ist die offizielle Nominierung durch den DOSB geplant.


