Zimmer gab es keine mehr. Oberhof war auch an diesem Wochenende ausgebucht. Sportler, Trainer, Touristen aus aller Welt bevölkerten den 1700-Einwohner-Ort. Mit den AXA-Winterwochen hat Oberhof seine wohl größte sportliche Bewährungsprobe mit Bravour bestanden. Und Thüringen kann noch mehr.

Fünf Weltcups in drei Wochen sind weltweit einmalig

Biathlon-WM, Rodel-WM, jetzt gleich fünf Weltcups an drei Wochenenden – Oberhof hat der Winterwelt seine Qualitäten gezeigt. Warum sollte nicht auch mal eine Nordische Ski-WM im Thüringer Wald stattfinden. Auf dem Rennsteig jedenfalls reifen solche Träume, nachdem das Land Thüringen Oberhof mit vielen Millionen zum weißen Leuchtturm gemacht hat.

In Sachsen schaut man am Fichtelberg mit Respekt auf die Entwicklung im Nachbarland. In Thüringen wurden nicht nur die Sportstätten jahrhunderttauglich modernisiert. Auch auf den Klimawandel bereitet sich der Rennsteig vor. Eigener Strom, Wasser, Schneedepots. Oberhof versucht trotz steigender Temperaturen, autark weiter Wintersport zu veranstalten.

NORDISCHE KOMBINATION - WELTCUP 2026
Früh um neun feuerten 2500 Zuschauer im Oberhofer Kanzlersgrund die Nordischen Kombinierer wie Johannes Rydzek an.© FUNKE Foto Services | Sascha Fromm

Hinzu kommt die Gemeinschaft der Vereine, das Wintersportzentrum (TWZ) und die Bundeswehr, mit der inzwischen die Großveranstaltungen ausgetragen werden. Einmalig in Deutschland und in der Welt, wie der Sportdirektor vom Rodel-Weltverband FIL begeistert bemerkte.

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„Kur“ für Großschanze fehlt für Nordische Meisterschaften noch

Doch etwas fehlt noch, will man mit Wintersportzentren in Skandinavien, den Alpen, Amerika oder Asien mithalten. Ohne eine „Kur“ für die Großschanze im Kanzlersgrund gibt es keine nordischen Titeljagden in Thüringen. Nicht einmal für die Junioren. Diese kleinen Weltspiele wären der erste Schritt, um sich für eine Nordische Ski-WM zu bewerben.