Deutschlands Fußballerinnen haben dem ungewohnten Untergrund im norwegischen Stavanger getrotzt und den nächsten Dreier im der WM-Qualifikation eingefahren. Auf dem Kunstrasenplatz des Viking-Stadions feierte das Team von Bundestrainer Christian Wück einen über weite Strecken ungefährdeten 4:0-Erfolg und untermauert Platz eins in der Gruppe A4.

Elisa Senß hatte die DFB-Frauen nach 18 Minuten in Führung gebracht, ehe Carlotta Wamser (45.+1) und Vivien Endemann (45.+3) durch einen Doppelschlag in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs bereits früh für klare Verhältnisse sorgten. In der zweiten Halbzeit erhöhte Norwegen den Druck, scheiterte aber immer wieder an der Präzision im eigenen Abschluss. Jule Brand stellte in der 57. Minute in Folge eines Konters den 4:0-Endstand her.

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Im ersten Qualifikationsspiel hatte die DFB-Elf einen souveränen 5:0-Erfolg über Slowenien gefeiert und so bereits einen ersten Schritt in Richtung WM-Ticket gemacht. Dank des Torfestivals am Dienstag in Dresden rangiert Deutschland in der Gruppe vier vor der heutigen Partie auf dem ersten Platz. Die Norwegerinnen, die zum Quali-Auftakt ein knappes 1:0 in Österreich gefeiert hatten, liegen auf Rang zwei.

Der ungewohnte Untergrund in Stavanger war bei den Deutschen vorab durchaus ein Thema. „Manchmal ist ein Kunstrasen besser als ein Acker, gerade für uns“, sagte Vivien Endemann am Donnerstag. „Ich glaube, wir können auch auf dem Kunstrasen gut zocken. Wenn man es einfach annimmt und gar nicht viel darüber nachdenkt, dann ist es ein Fußballspiel wie jedes andere auch.“

Innenverteidigerin Rebecca Knaak dürfte mit dem ungewohnten Untergrund am wenigsten Probleme haben. „Während meiner Zeit in Schweden habe ich ziemlich oft auf Kunstrasen gespielt“, erinnerte sich die 29-Jährige an ihre Jahre beim FC Rosengard von 2022 bis 2024. „Damals hatte man im Sommer schon mal die eine oder andere Schürfwunde, die lange offen blieb. Zum Glück sind die Kunstrasenplätze heute deutlich besser – früher fühlte sich das teilweise noch wie auf einem Hockeyfeld an.“ Zwar sei es nicht optimal, binnen weniger Tage den Belag zu wechseln, aber das Abschlusstraining am Freitag habe geholfen.