Die „Probezeit“ ist vorbei. Am Dienstagabend wurde Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel einstimmig zur 1. Vorsitzenden der Stiftung Thüringer Sporthilfe berufen. Seit September war Vogel, die als Trainerin der Sportfördergruppe der Bundespolizei in Kienbaum bei Berlin arbeitet, bereits in die Arbeit der Stiftung eingebunden. Nun fiel die Entscheidung, dass die 35 Jahre alte Thüringerin die Führungsposition auch offiziell übernimmt.
Olympiasiegerin Vogel wurde auch einst von der Sporthilfe gefördert
Nach dem Ausscheiden von Ex-Rodel-Weltmeister David Möller, der inzwischen als Staatssekretär für Sport und Ehrenamt in der Landesregierung arbeitet, führten Olympiastützpunkt-Leiter Bernd Neudert und Vorstandsmitglied Arnd Heymann die Geschäfte. Neudert ist sich sicher: „Als ehemals geförderte Athletin wird Kristina genauso wie ihre Vorgänger Impulse zur Weiterentwicklung der Stiftung setzen.“

Vogel gilt nach ihrem Trainingsunfall 2018 als starke Stimme des deutschen Sports
Vogel gilt als kräftige Stimme im deutschen Sport. Nach ihrem Trainingsunfall auf der Radrennbahn in Cottbus 2018 sitzt Vogel im Rollstuhl. Doch die ehrgeizige Athletin kämpfte sich ins Leben zurück, wurde Trainerin, arbeitete als TV-Expertin und ist Polizeihauptmeisterin. In Erfurt fehlte sie bei der Stiftungsratssitzung zwar wegen ihres Urlaubs, sagte aber nach der Wahl: „Es gibt viele Menschen und Partner, die mich auf meinem Weg zur Olympiasiegerin unterstützt haben. Ich möchte gerne etwas zurückgeben und versuchen, den Thüringer Athleten ebenfalls den Weg zu bereiten, um ihre Bestleistung zu erzielen und zu selbstständigen und tollen Persönlichkeiten heranzuwachsen.“
Zu Vogels Einstand übergaben Finanzministerin Katja Wolf (BSW) und Sportminister Stefan Gruner (CDU) der Thüringer Sporthilfe die Nachwuchsförderung für 2026 in Höhe von 85.000 Euro.



