Die Vorbereitung auf das erste Playoff-Spiel (Sonntag, 16 Uhr) nach dem Modus „Best of 3“ beim Titelfavoriten MTV Stuttgart ist für die Volleyball-Frauen von Schwarz-Weiß Erfurt denkbar einfach. „Wir wollen uns bestmöglich präsentieren, ein anderes Gesicht zeigen als zuletzt“, sagt Co-Trainerin Rebekka Schneider. Der Tabellenachte schaffte zwar erstmals den Sprung in die Playoffs, verpasste aber nach der kürzlichen 0:3-Niederlage bei Aufsteiger Borken Rang sieben. Diese Platzierung hätte das Thüringenderby gegen den VfB Suhl bedeutet.
Co-Trainerin Schneider: „Vielleicht fangen sie bei einem 14:14 an nachzudenken“
Schneider und Chefcoach Pablo Sanchez hatten in den letzten Monaten oft nur zehn Spielerinnen zur Verfügung. Neben Regionalliga-Frauen halfen sogar Männer aus Jena im Training aus. „Das war nicht einfach. Wechsel waren in der Liga kaum möglich, um vielleicht Spielerinnen mal Denkpausen zu geben. Aber jetzt wollen wir gegen Stuttgart die Sätze einfach so lange es geht offenhalten. Und vielleicht fangen sie bei einem 14:14 auch mal an nachzudenken“, lacht Schneider.
In Erfurt denkt man bereits an die Zukunft. Das Spielsystem des spanischen Trainers wird immer mehr vom Team verinnerlicht. Gerade verlängerte die US-Amerikanerin Elizabeth Sandbothe um ein weiteres Jahr. „Das sind Zeichen, auch an andere Spielerinnen, dass hier etwas entsteht“, so Schneider.

VfB Suhl muss gegen Wiesbaden spielen
Der VfB Suhl muss Sonntag zeitgleich gegen den Tabellensiebten VC Wiesbaden ran. Der Pokalsieger, der zum ersten Mal als Tabellenzweiter in die Playoffs eingezogen ist, muss aber aufpassen. In der Hauptrunde gewann Wiesbaden einen Satz und gestaltete die beiden Partien durchaus spannend. Doch die Frauen um Trainer Laszlo Hollosy strotzen nach 16 Siegen in 20 Pflichtspielen voll Selbstvertrauen und können erst im Finale auf Titelfavorit Stuttgart treffen.



