Eine prächtige, weiße Torte mit Schanze, Eiskanal und Skiern bildete den süßen Abschluss eines stimmungsvollen Abends. Dajana Eitberger und Kristina Vogel – die neue Vorsitzende der Stiftung Thüringer Sporthilfe – wurde die Ehre zuteil, das Kunstwerk anzuschneiden und die Stücke zu verteilen. Wer nach Puffbohnensuppe, Mutzbraten, Lachs und Hähnchen noch etwas Platz im Bauch gelassen hatte, griff gerne zu. Aber nicht nur kulinarisch kamen die Gäste beim Olympia-Empfang der Thüringer Landesregierung auf ihre Kosten. Unter dem Motto „Starke Wurzeln, große Leistungen“ erfuhr der Sport des Freistaates im Erfurter „Kaisersaal“ eine breite Wertschätzung.

Im Mittelpunkt der von Bob-Olympiasiegerin Mariama Jamanka moderierten Veranstaltung standen natürlich die Teilnehmer an den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina. Nicht alle waren gekommen. Eisschnellläufer Finn Sonnekalb fehlte krankheitsbedingt. Biathletin Vanessa Voigt hinterließ eine Videobotschaft. Und Bobpilotin Lisa Buckwitz grüßte gut gelaunt aus dem Hawaii-Urlaub. Doch die, die anwesend waren, erhielten unter anderem ein Bild des Erfurter Künstlers Marc Jung als Andenken. Darauf festgehalten war der olympische Moment jedes und jeder Einzelnen.

Thüringer Löwe für die Olympiasieger von Cortina
Am meisten zu tragen hatte Rennrodlerin Eitberger, die nach Doppel-Silber und Team-Gold in Cortina ihre Laufbahn beendet hatte. Die Ilmenauerin erhielt wie Skeletoni Christopher Grotheer die Thüringer Sportplakette als Anerkennung für ihre herausragenden Leistungen. Außerdem bekam sie gemeinsam mit Rodel-Kollege Max Langenhan von Ministerpräsident Mario Voigt den „Thüringen Löwen“ für ihre Olympiasiege überreicht.
Die schönsten Bilder vom Olympia-Empfang der Thüringer Landesregierung in Erfurt
Anschließend überraschte Eitberger mit ihren Zukunftsplanungen. Weil sie beim Schwimmkurs mit Sohn Levi mitbekommen hatte, dass überall Personal fehlt, entschied sie kurzerhand: „Ich will eine Ausbildung zur Schwimmlehrerin machen. Mir ist wichtig, dass sich Kinder bewegen.“ Ihrem Metier bleibt sie damit treu: Statt in die Bahn mit der gefrorenen Variante stürzt sie sich künftig eben ins Wasser. Und weil sie ihre Füße ohnehin nicht stillhalten kann, hat sich die 35-Jährige in ihrer neuen Heimat nahe Augsburg bereits einer Tennisgruppe angeschlossen.
Rodler Max Langenhan dankt seinen Wegbegleitern
Langenhan nutzte die Gelegenheit einmal mehr, die olympischen Medaillen seinen Unterstützern zu widmen. Stellvertretend nannte er Gerald Lutz und Torsten Rocktäschel, „die meinen Körper in den Zustand gebracht haben, dass er dies leisten konnte“. Der Sportarzt und der Physiotherapeut aus Erfurt gehörten zu jenem Team hinter dem Team, das auf der Bühne ebenfalls geehrt wurde. „Ein großer Dank an die stillen Helden, ohne die solche Erfolge nicht möglich gewesen wären“, meinte Voigt anerkennend.

Der lautstarke Applaus aus dem Saal und von den Rängen bewies: Er hatte damit den zahlreichen Trainern, Verbandsvertretern und ehemaligen Top-Sportlern aus dem Herzen gesprochen.
























