36:0 Punkte, 1665:948 Körbe – das ist die Traumbilanz der Thuringia Bulls nach der Hauptrunde der Bundesliga im Rollstuhlbasketball. Mit 96:79 bezwangen die Thüringer am vergangenen Samstag auch den Verfolger Rhine River Rhinos aus Wiesbaden. Nun wartet in drei Wochen in den Playoffs der Tabellenvierte Hannover United. Im zweiten Halbfinale nach dem Modus Best of 3 treffen Wiesbaden und RSV Lahn-Dill aufeinander.

Trainer Bienek verlangt für Champions Cup jetzt „den richtigen Biss“

„Außergewöhnlich“, fand Bulls-Coach André Bienek ein starkes Wort für die Leistung seiner Mannschaft in dieser Bundesliga-Saison. „Doch noch ist nichts gewonnen. Wir brauchen jetzt den richtigen Biss“, weiß der ehemalige Nationalspieler, der selbst im Rollstuhl sitzt. Bienek und sein Co-Trainer Jens Albrecht müssen die Truppe auf Temperatur bringen, bevor in zwei Wochen der Champions Cup in Madrid und danach die Liga-Playoffs warten.

„Unsere Aufstellung habe ich schon vor einem Dreivierteljahr gefunden. Seitdem sind wir auf alle möglichen Situationen taktisch vorbereitet. Die Partie gegen unseren aktuell stärksten deutschen Konkurrenten war die beste Vorbereitung auf den Champions Cup. Ich hatte mein Team auf ein hartes Top-Spiel vorbereitet, denn die Serie sollte natürlich nicht reißen“, sagte Bienek.

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André Bienek und Jens Albrecht planen den 96:79-Erfolg über die Rhine River Rhinos Wiesbaden.  © Franziska Möller

Thuringia Bulls setzen sich gegen Rhinos systematisch ab

Nach der knappen Führung von 22:19 nach dem ersten Viertel setzten sich die Thuringia Bulls systematisch ab, führten zur Halbzeit mit 53:40. Auch das dritte Viertel (72:58) gegen wurfstarke Gäste machte keine Kopfschmerzen mehr. Bester Korbjäger war Joakim Linden mit starken 30 Punkten. Aber auch Jordi Ruiz (27) und Vahid Azad (26) agierten sehr treffsicher.

„Wir haben vielleicht ein bisschen viel zugelassen. Wiesbaden hatte aber einen Sahnetag von außen“, übte Bienek ganz leise Kritik. Am Ende stand aber ein souveräner 96:79‑Erfolg – der 18. in dieser Bundesliga-Serie. Für den Titelgewinn brauchen die Bullen nun nur noch vier Erfolge.