Die Erinnerungen an das Erlebnis im Saarland sind frisch, das nächste sportliche Großereignis ist in Arbeit: Ähnlich dem Vorbild der Nationalen Spiele, die vor gut einem Monat rund um Saarbrücken zu Ende gegangen waren, plant Special Olympics Thüringen im kommenden Jahr ein neues Wettkampfformat für die Thüringer Sportler mit geistiger und mehrfacher Beeinträchtigung. Im Juni 2027 richtet der Verein in Weimar die ersten Landesspiele aus.

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Rolf Beilschmidt, Präsident von Special Olympics Thüringen, blickt der Premiere in knapp 320 Tagen mit großer Vorfreude entgegen. Er rechnet mit mehreren Hundert Sportlerinnen und Sportlern, die sich vom 20. bis 23. Juni in zwölf Sommersportarten miteinander messen. Zwei davon, Boccia und Voltigieren, werden neben Badminton, Basketball, Fußball, Golf, Klettern, Kraftdreikampf, Leichtathletik, Radsport, Schwimmen und Tischtennis als Demonstrationssportarten angeboten. Rund 250 Volunteers und ebenso viele Kampfrichter werden zur Absicherung benötigt. Es wird ein organisatorischer Kraftakt.

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Viel Lob fürs Saarland: „Ein ganzes Bundesland lebt Inklusion“

Den Aufwand leistet der wachsende Thüringer Verein gern. Erst recht nach den Erlebnissen im Saarland. „Die Nationalen Spiele im Saarland haben eindrucksvoll gezeigt, was möglich ist, wenn ein ganzes Bundesland Inklusion lebt. Athletinnen und Athleten standen im Mittelpunkt – in den Sportstätten, in den Medien und in der öffentlichen Wahrnehmung. Genau darum geht es uns: Special Olympics in Deutschland nachhaltig zu stärken und Menschen mit geistiger Beeinträchtigung die Sichtbarkeit zu geben, die sie verdienen“, zog Christiane Krajewski vor wenigen Tagen Bilanz. Für die Präsidentin von Special Olympics Deutschland hat „das Saarland dafür neue Maßstäbe gesetzt“.

Viel Lob gab es auch von Thüringer Seite – für die gelungene Organisation, aber insbesondere auch für die Leistungen der eigenen Thüringer Sportler. Die Mannschaft aus dem Freistaat ist mit 240 Sportlern und Unified-Partnern so groß wie nie gewesen – und erfolgreich.

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110 Medaillen für den Freistaat

Rolf Beilschmidt sprach von einem guten Ergebnis und freute sich nicht nur über die 32 Goldmedaillen. Die Thüringer Sportlerinnen und Sportler brachten nach rund 500 Entscheidungen genau 110 Medaillen mit nach Hause.

Das Team des RFV Waldhof aus Stedten am Ettersberg gewann als Mannschaft beispielsweise in den erstmals ausgetragenen Voltigierwettbewerben. Herausragende Einzelergebnisse erzielten unter anderem Dustin Platzdasch (DLRG Weimar) im Schwimmen, Peter Hänsgen (Diako Thüringen) im 3000-m-Lauf und Heike Naujoks (Saalfeld) im Radsport für Special Olympics Thüringen. Joana Groth (DLRG Weimar) freute sich über einen kompletten Medaillensatz.

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Die Landesspiele in Weimar werden für die 21-Jährige im kommenden Jahr zum Heimspiel. Die Eröffnungsfeier ist am 20. Juni auf dem Marktplatz geplant. Den Abschluss bildet die Feier im Wimaria-Stadion.

Infos zu den Landesspielen unter: https://specialolympics.de/thueringen/weimar27