Für den Traum von den Top Ten fehlten drei Sekunden. Doch Gloria Herold (Race Erfurt) lieferte am ersten Tag der U20-WM ein starkes 5000-Meter-Rennen ab. Die erst 17 Jahre alte Erfurterin kam beim „Afrika-Festival“ in Eugene/Oregon nach 16:13,75 min als Fünfzehnte über die Ziellinie. Die frühere Eisschnellläuferin Herold hatte beim Saisonhöhepunkt in den USA ihre Bestzeit aus dem Mai in Karlsruhe noch einmal um knapp vier Sekunden unterboten.
Gloria Herold staunt über großen Sprung bei der WM
WM-Gold holte sich Charity Cherop (Uganda/15:03,88) vor Shito Gumi (Äthiopien) und Joyline Chepkemoi (Kenia). Die deutsche Meisterin Julia Ehrle (LG Nordschwarzwald) wurde in 16:09,53 min Neunte und war damit zweitbeste Europäerin.
„Ich fand das WM-Rennen sehr cool, die Stimmung war toll“, sagte Herold der Reporterin von leichtathletik.de später. „Man hat schon gemerkt, dass zwischen nationalen und internationalen Rennen ein großer Sprung ist. Solch eine Tempoverschärfung kennt man nicht von nationalen Wettkämpfen“, meinte die Erfurter Langstrecklerin.

Helena Guttke scheitert im 800-m-Vorlauf knapp
Weniger Erfolg hatte Helena Guttke (Race Erfurt) in ihrem Vorlauf über 800 Meter. Die 18 Jahre alte Thüringerin verpasste das Halbfinale als Siebte in 2:11,26 min um eine Sekunde. Platz fünf, den sich die Äthiopierin Shibiru sicherte, hätte für die Qualifikation gereicht. Mehr Glück hatte Teamkollegin Leni Hirt (LG Nordschwarzwald), die von einer Bahnübertretung einer Kenianerin profitierte und auf Rang fünf vorrückte.
Guttke hatte im ersten Vorlauf lange gut gelegen, ehe ihr auf der Zielgeraden die Kräfte schwanden. „Ich habe in der Kurve zu viel investiert, als ich außen vorbei musste. Ich ärgere mich, ich wäre gern besser gelaufen“, meinte die Erfurterin enttäuscht.
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Dritte Starterin aus einem Thüringer Verein ist die Geherin Nika Illing vom LSV Ilmenau. Die Thüringerin geht am kommenden Samstag, 8. August (18.30 Uhr MESZ), als Außenseiterin auf die 5000-m-Strecke in Eugene.




