NOFV-Oberligist ZFC Meuselwitz hat die Pokalhürde beim Thüringenliga-Vertreter SV Blau-Weiß 90 Neustadt/Orla ohne große Probleme genommen. Allerdings fehlte dem 5:0-Erfolg des Regionalliga-Absteigers vor 356 Zuschauern über weite Strecken der Glanz. Zwei individuelle Fehler der Hausherren begünstigten die ersten beiden Treffer der Zipsendorfer. Beim 0:1 hatten die Neustädter den Ball mit dem ersten Kontakt nicht aus der Gefahrenzone bringen können. Der Deutsch-Kameruner Kingsley Prince Madumere bedankte sich und traf (23.). Als nach Wiederbeginn Blau-Weiß-Außenverteidiger Azad Kacar nach eine Eingabe über den Ball schlug, bestrafte Alessandro Schulz diesen Fauxpas (66.). Kurz darauf war es erneut Schulz, der mit einem Schlenzer ins Eck für die Entscheidung sorgte (74.). Fritz Schröder nach einem weiteren Abwehrschnitzer (79.) und Eric Stiller per Kopf setzten den Schlusspunkt (90.). „In der ersten Hälfte haben wir zu wenig Torgefahr erzeugt. Nach einigen Korrekturen in der Pause haben wir mit zunehmender Spielzeit unsere Stärken in die Waagschale werfen können, weil wir mehr über die Außenbahnen gekommen sind“, resümierte ZFC-Trainer Georg-Martin Leopold.
Alexander Ludwig, Trainer des 1. SC Heiligenstadt, spielte einst im Nachwuchs des FSV Wacker Gotha, später kehrte er nach Stationen in der 2. Bundesliga und beim FC Rot-Weiß Erfurt als Spieler und Trainer zurück. Bei seiner alten Liebe siegte der Favorit Heiligenstadt mit 4:0 und löste das Ticket für die 3. Runde. „Wir hatten unsere Möglichkeiten, hätten konsequenter vor dem Tor sein müssen. Eines wäre verdient gewesen. Aber man hat auch gesehen, dass Heiligenstadt eine sehr gute Mannschaft hat“, lobte Wackers Coach Norman Bonsack den Kontrahenten, für den Maciej Wolanski (8.), Martin Fiedler (42.), Paul Opfermann (73.) und Ole Hoch (88.) trafen.

Albert Pohl drückt Spiel seinen Stempel auf
Beim Derby zwischen Ilmenau und Arnstadt agierte der Thüringenligist beim Landesklasse-Neuling abgeklärt und gewann mit 4:1 „Vielleicht war es ein Tor zu hoch, aber Arnstadt hat der souverän gemacht. Aber wir haben gut dagegengehalten und wollten mitspielen“, so Ilmenaus Trainer Thomas Giehl. Nach Patrick Hädrichs 1:0 (24.) war der Gast im Spiel und erhöhte durch Anton Lvov auf 2:0 (39.). Nach dem 3:0 durch Luca Schröder (58.) war das Duell entschieden. Der Ex-Arnstädter Benjamin Hertel nutzte eine Freistoßvorlage zum Anschluss (72.), fast im Gegenzug stellte Lukas Scheuring den alten Abstand wieder her (74.).
Torreich ging es bei den Spielen SG Traktor Teichel gegen SV Schott Jena sowie FSV Schleiz gegen TSV Gera-Westvororte zu. Nachdem Teichels Crecelius gegen den Thüringenligisten kurzzeitig ausgleichen konnte, machten die Jenaer nochmals ernst und schraubten das Ergebnis auf 1:11 hoch. Gleich viermal traf dabei Maurice Greif. Ein Wechselbad der Gefühle erlebten die Zuschauer im Schleizer Fasanengarten. Dort führte der FSV zunächst mit 2:0, ehe zur Halbzeit plötzlich die Geraer mit 4:3 in Front lagen. Doch Schleiz konnte sich auf Torjäger Albert Pohl verlassen, der an diesem Nachmittag gleich fünfmal traf und den 6:4-Sieg fast im Alleingang sicherstellte.


