Lucas Soldera ist 21 Jahre alt, 1,87 Meter groß und hat bereits höherklassige Erfahrungen bei Wismut Gera und dem ZFC Meuselwitz gesammelt. Inzwischen geht der Torhüter in seine zweite Saison beim FC Thüringen Weida. Für ihn ist die Thüringenliga keine Endstation. Soldera will Spielpraxis sammeln, sich weiterentwickeln.
Kurz vor der Pause haben Sie gegen Heiligenstadt drei richtig gute Möglichkeiten entschärft. Wie zufrieden sind Sie mit dem Auftritt?
Ich bin stolz darauf, wie wir das gemacht haben, mit welcher Leidenschaft wir auf dem Platz gearbeitet haben.
Sie haben den Gegner etwas kommen lassen. War das so geplant?
Das war unser Plan, dem Gegner mal den Ball zu geben. Wir haben dann trotzdem noch das dritte Tor gemacht und anschließend geschlossen weiterverteidigt.
Weida traut er den nächsten Schritt zu
Was ist mit dem FC Thüringen Weida in dieser Saison möglich?
Einiges. Wir haben eine gute Mannschaft.
Kann es sogar in Richtung Oberliga gehen?
Wir haben uns kein Ziel gesetzt oder gesagt, dass wir aufsteigen wollen. Das hängt auch von den finanziellen Möglichkeiten des Vereins ab. Aber ich bin überzeugt: Spielerisch wäre die Oberliga möglich.
Warum der Schritt zurück keiner sein soll
Sie selbst sind bewusst aus der Oberliga in die Thüringenliga gegangen. War das ein Rückschritt?
Wenn man einen Schritt zurückgeht, kann man zwei Schritte nach vorn gehen. Ich habe mich mit vielen Trainern und Spielern unterhalten, die schon lange dabei sind und einiges gesehen haben. Die haben mir geraten, erst einmal Spielpraxis zu sammeln. Und genau das ist mein großes Ding.
Und genau diese Spielpraxis bekommen Sie jetzt in Weida.
Spielpraxis ist wahrscheinlich das Wichtigste im Fußball. Und die bekomme ich hier definitiv. Wenn ich mich nicht verletze, werde ich wohl jedes Spiel machen. Dadurch wächst man. Ich denke, es hat sich schon gelohnt.
Wie kam der Wechsel nach Weida zustande?
Wir waren lange im Kontakt, glaube ich. Schon bevor ich nach Gera gewechselt bin, gab es Gespräche. Ich habe mich dann aber für die Oberliga in Gera entschieden.
Warum hat es danach doch mit Weida geklappt?
Nick Schubert hatte immer ein Auge auf mich, glaube ich. So hat es dann doch geklappt, dass ich vor zwei Jahren hierhergekommen bin.
Auch interessant
Wo wollen Sie sich noch verbessern?
Wenn ich darüber nachdenke, ist es wahrscheinlich meine Präsenz im Strafraum. Die ist mit 21 Jahren natürlich noch nicht so wie bei einem Torhüter, der schon 20 oder 30 Jahre Erfahrung hat. Daran versuche ich zu wachsen und mich Stück für Stück im Herrenbereich zu etablieren.
Nun wartet im Pokal mit dem FC Carl Zeiss Jena ein Regionalligist. Ist das ein besonderes Spiel?
Für mich ist es das erste Mal gegen einen Regionalligisten. Ob das ein Wunschlos ist, weiß ich nicht. Wir wären im Pokal schon gern noch ein bisschen weitergekommen. Aber natürlich ist dieses Spiel hier in Weida ein Highlight.
Die vierte Liga bleibt sein Ziel
Sie kennen die vierte Liga bereits. Wollen Sie irgendwann dorthin zurück?
Definitiv, ja. Da geht es erst einmal um mich und meine Laufbahn. Welcher Verein das dann wäre, ist mir völlig egal.
Was wäre bei einem großen Angebot?
Dann könnte ich gehen.
Wie groß ist die Belastung neben Ausbildung und Fußball?
Ich habe dreimal in der Woche Training: einmal Torwarttraining und zweimal Mannschaftstraining. Dazu gehe ich noch zweimal die Woche ins Fitnessstudio. Also fünfmal die Woche. Das passt.



