Plötzlich war ein Weckruf nötig. Der VC Gotha hatte den dritten Satz beim Heimauftakt gegen Aufsteiger TV Mömlingen etwas unkonzentriert begonnen und lag mit 3:7 zurück. Viel mehr als diese kurze Schwächephase musste der amtierende Zweitliga-Meister an diesem Abend allerdings nicht überstehen.
Gotha fand schnell zurück in die Spur und siegte souverän mit 3:0 (25:16, 25:18, 25:20). Trainer Robert Werner setzte dabei über die gesamte Partie auf dieselbe Startformation mit Hannes Krochmann, Christoph Aßmann, Justus Krauße, Ben Bierwisch, Robin Stolle und Lauritz Jastrow. Vor allem in den ersten beiden Sätzen, die jeweils nur 23 Minuten dauerten, wurde der Favorit seiner Rolle gerecht.
Starke Abwehraktionen sorgen für lange Ballwechsel
Beide Mannschaften gefielen mit starken Abwehraktionen, wodurch sich einige lange Rallyes entwickelten, doch meist hatte Gotha am Ende die bessere Lösung. Mömlingen war jedoch kein Punktelieferant, sondern auch ohne den aus beruflichen Gründen fehlenden Ex-Nationalspieler David Sossenheimer ein Team mit klarer Struktur.
Nach dem 3:7-Rückstand im dritten Abschnitt nahm Gotha wieder Fahrt auf. Robin Stolle verkürzte mit einem Aufschlag-Ass, Christoph Aßmann überraschte die Gäste anschließend mit einem feinen Lupfer. Als Lauritz Jastrow mit einem Ass und kurz darauf einem Schmetterball die 17:15-Führung herstellte, waren die Blue Volleys wieder auf Kurs.
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Trainer Werner freut sich über deutliche Steigerung
Ganz durch war die Angelegenheit damit noch nicht. Mömlingen blieb dran, sodass Werner beim 22:20 noch einmal zur Auszeit bat. Die Konzentration stimmte anschließend wieder: Gotha holte die nächsten drei Punkte und verwandelte den ersten Matchball dank eines Blocks von Jastrow. Zum MVP wurde auf Gothaer Seite Christoph Aßmann gewählt, bei den Gästen erhielt Noah Wolf diese Auszeichnung.
Für Gothas Trainer war eine Steigerung gegenüber dem Spiel in Leipzig unverkennbar. „Wir haben im Training an der Fehlervermeidung gearbeitet und die Mannschaft hat das heute auch besser gemacht und geduldig gespielt. Letztlich ist es ein solides Ergebnis mit drei wichtigen Punkten auf dem Konto“, lautete Werners Fazit.
Erfurt electronic sofort unter Strom
Derweil sind die Frauen der SG Erfurt electronic mit einem Erfolgserlebnis in die 2. Bundesliga gestartet. Der Aufsteiger setzte sich beim SV Karlsruhe-Beiertheim mit 3:0 (25:17, 25:21, 25:23) durch und präsentierte sich von Beginn an mit viel Energie, Kampfgeist und Teamspirit.

Der Gastgeber erwies sich dabei als dankbarer Auftaktgegner. Karlsruhe-Beiertheim hatte nach der vergangenen Saison sechs Spielerinnen verloren und setzt nun verstärkt auf die Jugend. Erfurt nutzte die Gelegenheit beim Schopfe. Im dritten Durchgang wurde es allerdings noch einmal spannend. Erfurt führte bereits 24:19, ließ dann aber vier Matchbälle nacheinander liegen. Erst beim fünften Versuch punktete der Neuling und durfte seinen ersten Zweitliga-Sieg bejubeln.
Einen überaus gelungenen Einstand feierte Neuzugang Mia Anna Stauß, die auf Anhieb als echte Verstärkung brillierte und zur wertvollsten Spielerin gewählt wurde. Die Außenangreiferin bringt Erfahrung aus der 1. Bundesliga mit, wo sie für Schwarz-Weiß Erfurt aufgeschlagen hatte.



