FC Carl Zeiss Jena: Trainer Kunert ruft den Konkurrenzkampf aus

Jena.  Warum es vor dem Ost-Duell am Sonntag gegen Chemnitz so schwer ist, überhaupt in den Jenaer Kader zu kommen.

Dirk Kunert erhöht den Druck auf seine Kicker.

Dirk Kunert erhöht den Druck auf seine Kicker.

Foto: Frank Steinhorst

Dirk Kunert bot sich vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den Chemnitzer FC ein für ihn neues Bild. Zum ersten Mal in dieser Saison standen dem Trainer von Fußball-Regionalligist FC Carl Zeiss Jena alle Spieler im Training zur Verfügung. „Das war für mich ungewohnt“, sagt der 52-Jährige, der den Konkurrenzkampf ausruft.

Nicht nur in der Breite, auch in der Spitze werde es eng, sagt er mit Blick auf die Stammplätze. Für manchen, der bisher immer zum Zuge kam, „wird es eine Überraschung sein, aber so ist das nun Mal“, sagt der Trainer. „Im Moment muss man erstmal gucken, ob man im Kader ist. Und das ist schön“, macht Kunert keinen Hehl daraus, dass ihm diese vermeintliche Luxussituation Freude bereitet.

Zuletzt vier Liga-Siege in Folge

Freilich ist ihm auch die alte Weisheit bekannt, niemals eine erfolgreiche Mannschaft zu ändern. Immerhin haben die Thüringer zuletzt vier Liga-Siege in Folge gefeiert. Davon könne man aber auch abweichen, sagt Kunert, der insbesondere Zugang Fabian Eisele und auch den lange verletzten Matti Langer nennt, wenn es um Kandidaten für die Anfangsformation im Traditionsduell gegen die Sachsen geht. „Wir gucken, wer passt zum Gegner, wer hat eine gute Form“, sagt er.

Dass seine Mannschaft wegen des Ausfalls der Bischofswerda-Partie, die wohl im November nachgeholt wird, zuletzt drei Wochen spielfrei hatte, gefiel Kunert dagegen weniger gut. „Das war schade, weil wir eine gute Serie hatten. Chemnitz ist im Rhythmus.“ Überhaupt traut er den Sachsen, die wie Jena aus der dritten Liga abgestiegen sind, einiges zu, auch wenn sie bisher im unteren Tabellen-Mittelfeld rangieren. „Chemnitz steht nicht auf der Position, auf der sie stehen könnten“, sagt Kunert. „Das wird ein Spiel auf Augenhöhe, wo wir trotzdem den Tick besser sein wollen."

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FC Carl Zeiss Jena – Chemnitzer FC, Sonntag, 13.30 Uhr