Es war ein historischer Tag. Am 1. Oktober vor 45 Jahren legte der FC Carl Zeiss Jena mit einem 4:0-Sieg im Europokalspiel gegen den AS Rom den Grundstein für die sagenhafte Serie, die die Jenaer bis ins Finale des Europapokals der Pokalsieger führte.

Alles ein paar Nummern kleiner am Mittwochabend, aber nicht minder bejubelt. Der FC Carl Zeiss Jena eroberte mit einem 1:0-Sieg gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig die Tabellenführung in der Fußball-Regionalliga Nordost. Das Tor des Tages erzielte Maxim Hessel. Der Schuss des Innenverteidigers wurde von Manassé Eshele noch abgefälscht – wohl mit der Hand.

Heimspiel FC Carl Zeiss Jena vs Lok Leipzig
Torjubel nach 1:0 durch Maxim Hessel.© Tino Zippel

Jenaer Siegtreffer hat ein heftiges Nachspiel

Und so hatte der Treffer ein Nachspiel, ein ziemlich heftiges sogar. Leipzigs Kapitän Farid Abderrahmane beschimpfte Manassé Eshele als „Lügner“, tobte auf dem Weg vom Rasen durch den neuen Spielertunnel durch die Mixed-Zone hindurch bis hinein in die Gästekabine. „Das ist eine bodenlose Frechheit, dass Eshele den Schiedsrichter anlügt. Wir spielen hier in der Regionalliga, nicht um Millionen, um drei Punkte“, sagt der Leipziger Kapitän im MDR. Auf Drängen der Lok-Mannschaft hatte Schiedsrichter Rasmus Jessen Manassé Eshele gefragt, ob ein Handspiel vorliegen würde. Eshele verneinte, was die Leipziger auf die Palme brachte.

Eshele: „Ich glaube, es ging alles viel zu schnell“

„Ich wusste, dass Maxim schießt, er trifft den Ball auch richtig gut und dann ging alles viel zu schnell“, sagte der FCC-Spieler und schob nach, „wir haben das Tor und den Sieg erzwungen. Das Tor hätten wir ohnehin gemacht.“ Er sei glücklich, „dass wir wieder die Null halten konnten. Liesegang macht gefühlt zehn Paraden“.

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Und was sagte der Torschütze? „Also von meiner Seite war es keine Hand“, sagte Maxim Hessel. Er habe sich den Ball auf den linken Fuß gelegt und „dann habe ich den Ball nur im Tor gesehen“. Er freue sich, dass er mit seinem Tor der Mannschaft helfen konnte.

Am Sonntag spielen die Jenaer in Luckenwalde

Im Spitzenspiel der Regionalliga Nordost trafen am Mittwochabend die Teams mit der besten Defensive aufeinander, „dann ist es oft so, dass ein Standard das Spiel entscheidet“, sagte Maxim Hessel. Der FC Carl Zeiss Jena grüßt von der Tabellenspitze. „Das ist ein schöner Moment für die ganze Stadt“, sagte FCC-Trainer Volkan Uluc. „Jetzt freuen wir uns und dann geht es an die Vorbereitung auf das nächste Spiel.“

Am Sonntag (14 Uhr) gastieren die Jenaer beim FSV 63 Luckenwalde. Das Spiel läuft im Livestream auf unserer Internetseite.