Während sich die Fußballer des FC Carl Zeiss Jena derzeit auf den Wiederauftakt in der Regionalliga vorbereiten, lassen wir auf unserem Internetportal den Ball rollen und erinnern an drei geschichtsträchtige Spiele. Nach dem 4:0-Triumph über AS Rom setzen wir unsere Streaming-Reihe an diesem Mittwoch, 20 Uhr, mit dem 3:1-Erfolg über den FC Valencia am 22. Oktober 1980 fort. Es war ein weiterer Meilenstein der großartigen Jenaer Reise durch Europa in der Saison 1980/81. Für Abonnenten ist das Angebot kostenfrei. Alle anderen können das Spiel, das wir in voller Länge zeigen, einmalig für fünf Euro buchen.
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Das sensationelle Weiterkommen gegen die Römer war kaum verdaut, da wartete in der zweiten Runde des Europapokals der Pokalsieger der nächste Kracher: Mit dem FC Valencia bekamen die Jenaer den Cup-Verteidiger zugelost. Für Nationalspieler Konrad Weise waren die Spanier spielerisch sogar noch einen Tick besser. „Das war schon eine Klassemannschaft, top-besetzt, zudem der Titelverteidiger“, sagt der heute 74-Jährige.
Jena führt nach einer halben Stunde mit 3:0
Doch seine Mannschaft begeisterte vor 15.000 Zuschauern erneut mit einem Angriffsfeuerwerk. Nach einer halben Stunde führte der FCC durch Treffer von Dietmar Sengewald, Rüdiger Schnuphase und Martin Trocha mit 3:0. Am Ende steht ein umjubelter 3:1-Sieg. Im Rückspiel vor der heißblütigen Kulisse im „Casanova“ behielt der FC Carl Zeiss kühlen Kopf, ließ nur einen Treffer von Manuel Botubot (61.) zu, der Torhüter Hans-Ulrich Grapenthin aus acht Metern mit einem Kopfball überwand.

Taktisches Konzept von Trainer Hans Meyer passt
Ein wenig Bammel hatte Weise dennoch vor der Aufgabe in Valencia. „Zu Hause waren wir eine Macht, aber auswärts wackelten wir schon mal – auch in der Oberliga.“ Doch in Valencia behielten die Jenaer die Nerven, setzten das taktische Konzept von Trainer Hans Meyer um. „Von Hektik, gar Planlosigkeit entdeckte ich im Spiel des FC Carl Zeiss keine Spur. Das irritierte offensichtlich die Spanier“, urteilte Uefa-Beobachter Vital Loreaux damals.
Das Viertelfinale war erreicht. „Dass wir es im Cup bis ins Finale schaffen würden, davon war noch keine Rede. Wir waren froh, gegen eine europäische Spitzenmannschaft bestanden zu haben“, erinnert sich Abwehrstratege Weise.
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16 Jahre hat Konrad Weise für den FC Carl Zeiss Jena gespielt, 86-mal für die DDR-Auswahl, er wurde Olympiasieger 1976. Das hätte sich „Konny“, wie er schon als Jugendlicher zu Hause auf dem Greizer Tempelwald gerufen wurde, nicht träumen lassen.







