Die Rivalität war hart bis zum Schluss: Selten war das Meisterschaftsrennen in der Fußball-Regionalliga Nordost in den vergangenen Jahren so spannend wie in dieser Saison zwischen Staffelsieger 1. FC Lok Leipzig und dem FC Carl Zeiss Jena. Punktgleich überquerten beide Mannschaften die Zielgerade. Die Jenaer, die Lok in dieser Spielzeit zweimal bezwingen konnten, mussten sich am Ende trotzdem aufgrund der schlechteren Tordifferenz geschlagen geben.

FCC-Kicker Reddemann: Lok-Aufstieg wäre für Osten wichtig

Dennoch kein Grund für FCC-Kicker Sören Reddemann, dem Rivalen jetzt kein Glück in der Relegation um den Drittliga-Aufstieg gegen Bayern-Vertreter Würzburger Kickers zu wünschen. Das Hinspiel in Leipzig findet am Donnerstag (Beginn 19 Uhr) statt, das Rückspiel (18.30 Uhr) am Montag, 1. Juni. „Ich wünsche Lok nur das Beste. Für den Osten wäre es wichtig, wieder einen Verein mehr in der 3. Liga zu haben, gerade auch nach dem Abstieg von Erzgebirge Aue.“

Verpasst Lok den Aufstieg, steigt Meuselwitz ab

Noch deutlich intensiver drückt allerdings der zweite Ostthüringer Regionalligist, der ZFC Meuselwitz, den Leipzigern die Daumen. Als Tabellen-16. halten die Zipsendorfer nur dann die Klasse, wenn Lok die Liga verlässt, also die Relegation gewinnt. Sonst droht den Meuselwitzern nach 17 Jahren wieder die Oberliga. „Natürlich schauen wir auf Lok und drücken die Daumen, dass sie es schaffen“, sagt ZFC-Kapitän René Eckardt.

Die zurückliegenden Jahre verheißen allerdings nichts Gutes. Zuletzt konnte sich der Nordost-Vertreter in einer Relegation für die 3. Liga in der Saison 2017/18 (Energie Cottbus) gegen einen Vertreter einer anderen Staffel durchsetzen. Seitdem scheiterten die Nordost-Clubs stets: Lok Leipzig sogar zweimal (2019/20 und 2024/25), der BFC Dynamo (2021/22) und Cottbus (2022/23) je einmal.