Der FC Carl Zeiss Jena hat am Montag seinen neuen Trainer vorgestellt. Marco Grote hat sich durchgesetzt. Bereits in der vergangenen Woche hatten sich die Gremien festgelegt.
Sportdirektor Miroslav Jovic unterbreitete zum Ende der Woche das Angebot für einen Zweijahresvertrag. Der Club wartete noch auf die Unterschrift und meldete am Montag Vollzug.
Unsere Zeitung hatte bereits vor dem Pokalfinale über die Kontakte des FC Carl Zeiss Jena zum 53-Jährigen berichtet. Nach dem Nichtaufstieg stand fest, dass die Jenaer einen neuen Trainer benötigen. Volkan Uluc wäre nur bei einem Aufstieg in die dritte Liga geblieben. Der FCC beschäftigte sich unter anderem mit Torsten Ziegner, führte aber auch Gespräche mit Grote.
Grote sammelt Erfahrung als Spieler und Trainer in Norddeutschland
Für Grote spricht seine große Erfahrung bei der Entwicklung von jungen Spielern. Der 1972 in Bremen geborene ehemalige rechte Verteidiger spielte in der Jugend bei Werder Bremen, später unter anderem für den FC Bremerhaven, den VfB Oldenburg und den Hamburger SV II. Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn wechselte er ins Trainergeschäft und arbeitete zunächst als Co-Trainer beim HSV II sowie beim VfB Lübeck, bevor er 2008 ins Nachwuchsleistungszentrum von Werder Bremen ging.
Dort betreute Grote über Jahre die U16, U17 und U19. 2010 erwarb er die Fußballlehrer-Lizenz. Den Sprung in den Profibereich machte er 2020 als Cheftrainer des VfL Osnabrück in der zweiten Bundesliga. Nach ordentlichem Saisonstart wurde er im Februar 2021 nach einer Negativserie freigestellt. Ein kurzes Auslandsengagement bei Apollon Smyrnis in Griechenland Anfang 2022 endete bereits nach wenigen Wochen.

Union Berlin: Grote hilft Profis im Abstiegskampf und kehrt zur U19 zurück
Im Sommer 2022 kehrte Grote in den Jugendfußball zurück und übernahm die U19 des 1. FC Union Berlin. Dort rückte er gleich zweimal interimsweise zu den Profis auf: zunächst im November 2023 und dann noch einmal im Saisonendspurt 2024, als Union den Klassenerhalt in der Bundesliga schaffte. Anschließend arbeitete er wieder im Nachwuchsbereich, bevor die Zusammenarbeit mit Union 2025 endete. Zuletzt arbeitete er nach eigenen Angaben an seinen Fremdsprachen-Kenntnissen.
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Laut Transfermarkt.de kommt Grote in seiner Trainerlaufbahn auf 302 Spiele mit 171 Siegen, 49 Unentschieden und 82 Niederlagen. Der Punkteschnitt liegt bei 1,86.





