Unmittelbar nach dem Schlusspfiff klatschte Luca Wollschläger mit den Verantwortlichen von Hertha BSC II ab. Ausgerechnet beim 3:0 gegen seinen Ex-Club war dem 23-jährigen Sommerzugang der Jenaer der erste Treffer für den FC Carl Zeiss in der Fußball-Regionalliga geglückt. Doch nicht nur wegen seines Elfmeter-Tores zum fast schon vorentscheidenden 2:0 (39. Minute) stand der Mittelstürmer, der gegen die Berliner den Vorzug vor Manassé Eshele erhielt, besonders im Blickpunkt. Mit einer einzigen Aktion hatte er zuvor in der 29. Minute dem Spiel eine andere Wendung gegeben.
Jena mit Startschwierigkeiten gegen Hertha BSC II
Bis zum besagten Zeitpunkt war die U23 des Zweitligisten nämlich besser im Spiel. Jena konnte sich bei Keeper Marius Liesegang und wohl einer Unebenheit im Rasen, als Yannick Müller allein vorm Jena-Keeper verzog, bedanken, dass es nicht zurücklag. Doch dann spekulierte Wollschläger richtig. Herthas Enoch Adetokunbo-Adelenu wollte einen Ball ins Toraus trudeln lassen. „Wolle“ blieb dran, spitzelte das Spielgerät irgendwie zu Kevin Lankford, der nach innen zog und mit seinem dritten Saisontreffer zum 1:0 den Spielverlauf ein bisschen auf den Kopf stellte.

„Der Ball ist so lange im Spiel, bis der Schiedsrichter pfeift“, sagte Wollschläger und bescheinigte Lankford „ein tolles Tor“. Als dieser knapp zehn Minuten später Berlins Jermaine Ngwa bei einer Flanke im Gäste-Strafraum an den Arm schoss, schnappte sich Wollschläger sofort den Ball und verwandelte sicher. „Es gab gar keine andere Möglichkeit. Ich weiß, dass ich den mache und deswegen war klar, dass ich ihn nehme“, sagte Jenas vor Selbstvertrauen strotzender Mittelstürmer.
Kevin Lankford beim FCC der Spieler des Tages
Natürlich stand er, nachdem bei ihm ausgerechnet der Knoten gegen seinen Ex-Club geplatzt ist, im Mittelpunkt. Dabei ging auch ein bisschen unter, dass der schon seit Saisonbeginn in bestechender Form spielende Lankford der eigentliche „Man of the Match“ war. Schließlich war „Lanker“ nach seiner mustergültigen Vorlage zum 3:0 von Elias Löder (66.) an allen FCC-Treffern an diesem Nachmittag entscheidend beteiligt.

Dass es für ihn und den FCC aktuell gut läuft, davon will er sich aber nicht blenden lassen. „Wir werden immer besser, aber wir müssen dranbleiben. Wir dürfen nicht weniger machen, wir müssen noch mehr machen, sonst fliegt es uns um die Ohren“, warnt der 27-Jährige, der seine Mannschaft aber auf dem richtigen Weg wähnt.
Lankford meint: „Wir finden besser zueinander“
Dass der Saisonstart beim FCC mit den Niederlagen gegen Zwickau und Erfurt etwas holperte, sei nicht so unerwartet gewesen. „Das Gerüst ist zwar geblieben, trotzdem hatten wir viele neue Spieler und einen neuen Trainer. Das geht nicht von heute auf morgen. Wir finden besser zueinander, aber wir können keinen Deut weniger machen.“
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Vor allem nicht am Dienstag, wenn die Jenaer beim Halleschen FC schon zum nächsten Spiel antreten müssen. „Das wird ein sehr schweres Spiel, Halle ist eine sehr starke Mannschaft“, warnt Lankford erneut. Dennoch dürfte das Selbstvertrauen von ihm und seiner Mannschaft nach dem jüngsten Lauf groß genug sein, um auch beim HFC auf etwas Zählbares zu hoffen. Wir zeigen die Partie auf unserem Portal wieder im Livestream.






