Der FC Carl Zeiss Jena wird lange Zeit auf seinen Stammtorhüter Marius Liesegang verzichten müssen. Der 26-Jährige zog sich beim Auswärtsspiel gegen den Halleschen FC eine schwere Verletzung am Ellenbogen zu.
Der Torhüter, der sich seit Wochen in Topform befand, parierte einen Fernschuss, den er mit seinen Fingerspitzen noch an die Latte lenkte. Danach fiel er auf den Boden und traf unglücklich mit der rechten Ellenbogenpartie auf. Sofort ging er vor Schmerzen in die Knie. Weil die Spielszene aber weiterlief, stand er noch einmal kurz auf. Nachdem die Situation bereinigt war, signalisierte er dem Schiedsrichter sofort, dass er eine Behandlung benötigte.
Liesegang muss nach Verletzung sofort operiert werden
Der Torhüter sagte, dass der Ellenbogen nicht mehr intakt ist. Der Mannschaftsarzt des FC Carl Zeiss Jena, Stefan Pietsch, konnte aufgrund seines Urlaubs nicht mit nach Halle reisen. Hilfe kam von der Bank des HFC. Dessen Mannschaftsarzt Kenny Ludäscher, einst Assistenzarzt bei Pietsch an den Waldkliniken Eisenberg, übernahm gemeinsam mit den Sanitätern die Erstversorgung auf dem Platz. Sie legten Liesegang zur Stabilisierung mehrere Schienen an den Ober- und Unterarm.
Schnell machte die Verdachtsdiagnose auf dem Platz die Runde: Ellenbogenbruch. Bei der Auswechslung konnte Liesegang selbst vom Platz laufen. Noch während der Partie wurde er ins Krankenhaus eingeliefert, um die Verletzung zu diagnostizieren. Dort bestätigte sich der Verdacht. Am Mittwoch war eine Operation im BG-Klinikum Bergmannstrost Halle notwendig.
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„Es bestand hohe Dringlichkeit für eine operative Versorgung der Verletzung, die die Kollegen in Halle am heutigen Mittwochvormittag durchgeführt haben. Eine Prognose, wann Marius Liesegang dem FCC wieder zur Verfügung stehen kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt seriös nicht zu beantworten. Er wird, so viel ist sicher, eine längere Zeit ausfallen“, sagt Pietsch, der sich wie der FCC beim HFC-Mannschaftsarzt für die schnelle Hilfe bedankt.
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HFC-Sportchef sendet Genesungswünsche nach Ellenbogenverletzung
Die Betroffenheit bei seinen Mitspielern ist groß. Selbst HFC-Sportchef Marian Unger, der einst selbst Torhüter beim FCC war, schickte beste Genesungswünsche an Liesegang. Verletzungen am Ellenbogen gelten als besonders langwierig, bis wieder eine volle Belastung möglich ist. Gut möglich ist, dass Liesegang ein halbes Jahr fehlen wird.
„Wir sind in Gedanken natürlich bei Liese und wünschen ihm, dass zunächst die OP gut verlaufen ist und er anschließend möglichst schnell nach Hause kann. Es wird womöglich ein längerer Weg zurück, aber er geht ihn nicht allein“, sagt Trainer Marco Grote.
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Marius Liesegang spielt seit Sommer 2024 beim FC Carl Zeiss Jena und ist einer der besten Torhüter der Regionalliga Nordost. Vor dieser Spielzeit verlängerte er seinen Vertrag beim FCC um ein Jahr. In dieser Saison hielt er seinen Kasten in bereits fünf Punktspielen ohne Gegentor.
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Als Vertreter für Liesegang kam Till Härting zum Einsatz. Der 19-Jährige hatte zuvor erst ein Regionalliga-Spiel absolviert. In der vorigen Saison debütierte er beim Auswärtsspiel gegen die zweite Mannschaft von Hertha BSC. Im Spiel gegen Halle kam er gut in die Partie und trägt an den beiden Gegentreffern keine Schuld.








