Der FC Carl Zeiss Jena empfing am 10. Spieltag der Regionalliga Nordost Meister Lok Leipzig. Hier kommt der Schnellcheck zur Begegnung mit ein paar stimmigen Fakten.

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In der Fußball-Regionalliga hat der FC Carl Zeiss Jena eine Heimpleite kassiert. Der FCC unterlag am Sonntag Lok Leipzig mit 1:2.

Ausgangslage

Anfangs der Woche musste sich der FCC 0:2 dem Halleschen FC geschlagen geben, weswegen er den Anschluss an die Tabellenspitze verlor und „nur“ noch auf Platz 7 rangiert. Die Kicker von Lok Leipzig wiederum schlugen als Elfter der Tabelle in der Arena im Ernst-Abbe-Sportfeld auf – drei Siege, drei Niederlagen und drei Unentschieden standen bis dato für das Team von FCC-Legende Torsten Ziegner zu Buche.

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Personelle Probleme

Doch nicht allein die jüngste Niederlage traf den FCC und seine Anhänger, sondern auch die Verletzung von Keeper Marius Liesegang, der in der Fremde einen Ellenbogenbruch erlitt. Vor der Begegnung gegen die Leipziger hieß es seitens des FCC, dass hinter sage und schreibe sieben Stammspielern (!) ein Fragezeichen stehe. Neben Liesegang und Maxim Hessel (Kreuzbandriss) war auch die Wahrscheinlichkeit bei Jean Miguel Boog (Grippe) und Timon Burmeister (Rückenverletzung) sehr hoch, dass sie zur Passivität verdammt sein werden. Dazu gesellten sich noch Kevin Lankford (Muskelverhärtung), Moritz Fritz (Knieprobleme), Emilio Munser (Knöchelverletzung) und Maurice Hehne (Knieprobleme). Zumindest Fritz konnte am Freitag ein leichtes Training absolvieren...

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Die Stunde eines A-Junioren

Die Verletzung von Liesegang wurde zur Chance für Till Härting – der Keeper aus dem hauseigenen Nachwuchs, der seit dieser Saison vollends zum Kader der Männer gehört, übernahm den Dienst zwischen den Pfosten. „Er ist schon lange bei uns, kennt alle Abläufe“, sagte Grote. „Ich mache mir wenig Gedanken: Der Junge ist gut und wird seine Rolle ausfüllen!“, sagte FCC-Coach Marco Grote am Freitag über seinen Schützling.

Trainerstimme vor der Partie

„Das wird eine schwierige Aufgabe“, prophezeite der Jenaer Trainer vor dem 10. Spieltag der Regionalliga Nordost. Er betonte jedoch auch, dass die Niederlage in Halle ihn und die Seinen nicht aus der Bahn werfen werde.

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Lok-Coach gesperrt

Torsten Ziegner konnte an der Seitenlinie nicht die Geschicke seines Teams lenken, da er gegen den BFC Dynamo Rot sah. Ausgerechnet an seiner jahrelangen Wirkungsstätte als Spieler und Kapitän musste er den machtlosen Trainer geben.

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Startaufstellung des FCC

Till Härting (TW), Sören-Kurt Reddemann, Kevin Lankford, Luca Wollschläger, Malik Talabidi, Sebastian Aigner, Elias Löder, Moritz Fritz, Jannes Werner, Nils Butzen (C.) und Timon Burmeister. Bank: Luca Fabian Mengel, Osazee Aghatise, Manasse Eshele, Dion Ajvazi, Marcel Hoppe, Emilio Munser, Jona Kratzenberg, Tristan Sören Teuber und Pit Pepe Kirchhoff.

Das Spiel

Die Partie war gerade erst vier Minuten alt, als die FCC-Fans erstmals jubeln durften – per Kopf traf Luca Wollschläger zum 1:0. Doch in der achten Minute erlitt die allgemeine Euphorie in der Arena im Ernst-Abbe-Sportfeld einen dezenten Dämpfer – die Gäste glichen dank Eren Öztürk aus. Passend dazu öffnete Petrus seine Schleusen über der Saalestadt. In der Folge kam das Dargebotene aus dem rutschigen Grün eher unprätentiös daher – viel Kampf, kaum Zwingendes. Dafür konnte sich FCC-Keeper Till Härting punktuell auszeichnen – die Jenaer Fans liebten ihn dafür.

Es waren jedoch die Kicker aus der Messestadt, die anschließend das Geschehen, wenn auch nicht dominierten, zumindest bestimmten. Ein Treffer der Jenaer von Elias Löder in der 39. Minute wurde aufgrund eines Fouls von Mailk Talabidi am kurzen Pfosten nicht gegeben. Aufregung schließlich in der 44. Minute, als Leipzigs Jan Philipp Stein mit gestrecktem Bein den Zweikampf gegen Elias Löder bestritt – ein Hauch von Thomas Müller. Für die Kung-Fu-Attacke sah er direkt Rot. Ergo: Die Hausherren waren nunmehr ein Mann mehr auf dem Platz.

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Die große Frage für den zweiten Akt lautete daher: Kann der FCC den Vorteil nutzen? Marco Grote jedenfalls wechselte, warf Dion Ajvazi für Jannes Werner in das Geschehen. Außerdem blieb Elias Löder in der Kabine, höchstwahrscheinlich aufgrund des Fouls, weswegen Tristan-Sören Teuber nunmehr auf dem Platz stand. So oder so – in der 49. Minute durften die Lok-Anhänger jubeln, als Ayodele Max Adetula einen Abpraller von Till Härting eiskalt zu nutzen wusste. Nunmehr standen die Gastgeber massiv unter Druck und versuchten daher, die Verhältnisse zu diktieren – allen voran Timon Burmeister, der binnen zwei Minuten (59./61.) zwei vielversprechende Abschlüsse darbot, doch es blieb beim 1:2. Der FCC drückte, darüber hinaus brachte Marco Grote in der 73. Minute Emilio Munser, doch so sehr sich die Saalestädter auch gegen die drohende Niederlage stemmten, ein weiteres Tor wollte partout nicht fallen.

Die Trainerstimmen zum Spiel des FC Carl Zeiss Jena gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig.

Szene der Begegnung

Der Abpraller in der 49. Minute von FCC-Keeper Till Härting, der das zweite Tor der Leipziger begründete.

Des Weiteren

Auch Polizisten sind Fußball-Fans: Als vor dem Abpfiff Elias Löder für sein „Tor des Monats“ ausgezeichnet wurde, klatschten auch die Beamten auf der Empore.

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Zuschauer

8909 Zuschauer waren am Sonntag in der Arena im Ernst-Abbe-Sportfeld zugegen.

Fazit

Ein frühes Tor garantiert noch keinen Sieg. Über weite Strecken wirkte der FCC ideen- und auch harmlos – trotz Überzahl...

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Nächstes Spiel

Bereits am kommenden Freitag stehen die FCC-Kicker schon wieder in der Pflicht – und zwar im schönen Neukölln, schließlich müssen sie sich ab 19 Uhr mit Tasmania Berlin messen.