Erst einen Rückstand aufgeholt, dann doch noch den Ausgleich erzielt und eine Schlussphase in Unterzahl. In einem turbulenten Regionalligaspiel gelang dem FC Rot-Weiß Erfurt gegen den SV Babelsberg 03 beim 1:1 (0:1) zumindest ein Teilerfolg.

Freitag
FC Rot-Weiß Erfurt Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!
Jeden Freitag: Aktuelles, Hintergründe und exklusive Interviews rund um den FC Rot-Weiß Erfurt – direkt ins Postfach!
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
„Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen, wie sie nach dem Rückstand alles wegverteidigt hat. Wie wir in der zweiten Halbzeit aufgetreten sind, hat mit gefallen“, sagte Trainer Fabian Gerber, der die Gelb-Rote-Karte gegen Jeremiaha Maluze in der 77. Minute kritisierte: „Er trifft den Ball. So aber war der Platzverweis der Knackpunkt. Mit elf Mann hätten wir das Spiel noch gewonnen.“
Erfurt erlebte schon nach vier Minuten die erste Schrecksekunde, als Phillip Aboagye auf den Boden sank und sich an den rechten Oberschenkel fasste. Nach kurzer Behandlungspause schien es so, als könne er weiterspielen. In der elften Minute aber wurde er aufgrund einer Zerrung durch Andy Trübenbach ersetzt.
Erste Chancen nach einer Viertelstunde
Nach einer Viertelstunde lag derweil erste Treffer der Partie in der Luft. Erst hatten die Gastgeber viel Glück. Paul Wegener tauchte nach einer Vorlage von Daniel Frahn urplötzlich im Rot-Weiß-Strafraum auf, allerdings visierte er statt des Tores den Abendhimmel an (15.). Im Gegenzug versuchte es Erfurts Hinata Gonda, aber der Ball zischte knapp am rechten Pfosten vorbei.
Dann probierte es Marco Wolf vergeblich, dessen Schuss in den Armen von Babelsbergs Torwart Yannik Bangsow landete (18.). Auf der anderen Seite bugsierte Frahn die Kugel über die Linie, doch Schiedsrichterin Miriam Schwermer hatte zuvor ein Foulspiel gesehen und verweigerte der Gästeführung die Anerkennung (25.).
Zweiter Erfurter schon vor der Pause verletzt
Zu allem Überfluss musste Rot-Weiß schon vor der Halbzeitpause zweites Mal verletzungsbedingt tauschen. Für Gonda, der humpelnd und gestützt von Ersatztorwart Pascal Manitz die Arena verließ, kam Dominic Duncan (25.).
Nun folgte der nächste Nackenschlag. Als ein Babelsberger im Erfurter Strafraum zu Boden ging, gab es Elfmeter. Diese Möglichkeit ließ sich der abgezockte Frahn natürlich nicht entgehen und traf in die rechte Ecke, während Rot-Weiß-Torhüter Lorenz Otto auf die andere Seite spekulierte und so keine Chance (32.) besaß. Mit der Führung im Rücken dominierte der Gast inzwischen das Geschehen.
Uzun erzielt Ausgleich für Rot-Weiß
Erfurt kam vor den 4725 Zuschauern mit mehr Schwung aus der Kabine, eine echte Chance ergab sich zunächst jedoch nicht. Ein ums andere Mal spielte Rot-Weiß hinten ziemlich riskant, dann nahm die Schärfe in den Zweikämpfen zu – und den Gastgebern rannte die Zeit davon. Doch die Bemühungen wurden schließlich doch noch belohnt. In der 65. Minute leitete Trübenbach den Angriff ein und bediente Uzun, der den Ball unter die Latte ins Netz hämmerte.
Erfurt spielte plötzlich viel befreiter auf und wollte unbedient den Siegtreffer. Für heftige Diskussionen sorgte allerdings eine strittige Szene in der 77. Minute. Jeremiaha Maluze, der schon einmal in diesem Spiel sah Gelb, wurde verwarnt und musste damit vom Feld. Seine Elf musste nun die Schlussphase in Unterzahl bestreiten.
Das verschaffte Babelsberg wieder mehr Räume und Erfurt sah sich in die eigene Hälfte gedrängt. Unter diesen Umständen durfte Rot-Weiß mit dem Teilerfolg zufrieden sein, auch wenn er teuer erkauft war. Aber nach dem Ausfall von Aboagye und Gonda sowie der Sperre von Maluze fallen nun am Samstag gegen Zehlendorf vermutlich drei Spieler aus der Startelf von Babelsberg aus.
Das könnte Sie auch interessieren:





