Ein Blitztor nach elf Sekunden, zweimal in Führung gegangen, aber wenigstens einen Punkt gab es trotzdem nicht. Der FC Rot-Weiß Erfurt schrammte im turbulenten Nachholspiel beim FSV Zwickau mit dem 2:3 (1:0) an einem Unentschieden vorbei.

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„Wir sind bitter enttäuscht über dieses Ergebnis. Wir haben es nicht geschafft, zweimal einen Vorsprung zu behaupten. Das war eine völlig unnötige Niederlage, die jedoch verdient war“, sagte Interimstrainer Thomas Kost, dessen Mannschaft durch die sechste Saisonniederlage auf Rang fünf zurückgerutscht ist.
Abwehrchef Awoudja fehlt verletzt
Rot-Weiß musste an zwei entscheidenden Stellen umbauen – auf und neben dem Platz. Während der grippekranke Trainer Fabian Gerber von seinem Co-Trainer Kost ersetzt wurde, rückte für den verletzten Abwehrchef Maxime Awoudja (Innenbanddehnung) wieder Winterneuzugang Gaoussou Dabo in die Innenverteidigung.
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5878 Zuschauer erlebten das Duell der beiden Mannschaften der Stunde. Erfurt reiste mit vier Spielen in Serie ohne Niederlage an, die Gastgeber hatten vor dem Anpfiff in diesem Jahr noch gar nicht verloren und drei Siege und zwei Remis geholt.
Erfurt geht nach elf Sekunden in Führung
Aber für Zwickau begann die Partie mit einem herben Dämpfer. Nach gerade einmal zwei Stationen verstolperte Sonny Ziemer den Ball an Erfurts Obed Ugondu, der das Geschenk dankend annahm und nach elf Sekunden zur Erfurter Führung traf. Während im rot-weißen Gästeblock die erste Pyrotechnik gezündet wurde, hatten die Zwickauer nun auch Lunte gerochen und sich nach einer Viertelstunde ins Spiel gekämpft.

Aber wenn die Hausherren mal gefährlich vor das Erfurter Tor kamen, war die Abwehrreihe auf der Hut – oder Schlussmann Lorenz Otto klärte. Auf der anderen Seite fehlte dem FC Rot-Weiß die Präzision beim finalen Pass. In der 29. Minute schlitterte Erfurt indes haarscharf am Gegentor vorbei, als Dabo eine Hereingabe fast ins eigene Tor gelenkt hätte.
Ugondu hämmert den Ball an die Querlatte
Zwar fiel in Halbzeit eins nur ein Tor, aber wie munter beide Mannschaften leidenschaftlich um einen Treffer kämpften, ließ sich auch am Eckenverhältnis ablesen. Auch hier besaß Erfurt zur Pause mit 6:5 ein hauchdünnes Plus. Die wohl beste Möglichkeit vergab Ugondo, der den Ball derart straff an die Querlatte hämmerte, dass der Aufprall sogar auf der Tribüne zu hören war (41.).
Zwickau schlägt kurz nach der Pause eiskalt zurück
Die erste Hälfte ließ vermuten, dass es nicht beim 1:0 für die Gäste bleiben würde. So kam es auch. Denn Zwickau schlug direkt nach Wiederbeginn ebenso mit einem Blitztor eiskalt zurück. Außenverteidiger Ben-Luca Moritz konnte nicht entscheidend klären, Lukas Eixler vollendete bereits nach 42 Sekunden in Halbzeit zwei zum Ausgleich. Wenig später bewahrte Torwart Otto mit einer glänzenden Parade seine Elf vor dem Rückstand (50.).
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Rot-Weiß gab schnell die Antwort. Einen Eckball von Wolf verlängerte Innenverteidiger Dabo zum 2:1 ins gegnerische Netz (56.). Zwickau jedoch, getragen durch die Erfolgssträhne in diesem Jahr, hielt in diesem turbulenten Duell mit dem 2:2 durch Maximilian Somnitz dagegen (62.) – und legte sogar nach. Als nach einem Doppelwechsel noch Unordnung in den Erfurter Reihen herrschte, traf Marc-Phillip Zimmermann zum 3:2 (70.) der Zwickauer, die den Sieg über die Zeit brachten.









