Über 90 Minuten besaßen die 300 mitgereisten Fans die akustische Übermacht unter den 700 Zuschauern im Stadion von Fürstenwalde. Auf dem Rasen lieferte derweil der FC Rot-Weiß Erfurt eine eindrucksvolle Machtdemonstration ab. Mit einem 3:1 (2:0) bei der VSG Altglienicke eroberte die Elf um Cheftrainer Fabian Gerber den vierten Saisonerfolg im fünften Spiel.
Wolf kehrt in die Erfurter Startelf zurück
Erfurt trat mit nur einer Veränderung in der Startelf an. Für den gesperrten Benny Boboy kehrte Marco Wolf ins Aufgebot zurück, nachdem er seine Strafe nach Gelb-Rot gegen Greifswald im Duell gegen Halle (1:2) abgesessen hatte. Bei den Gastgebern saß Kapitän Philip Türpitz, der einst für Sandhausen und Magdeburg sogar zweite Liga spielte, zunächst nur auf der Bank.
Erfurter Führung schon nach sieben Minuten
Dafür stand ein anderer entscheidender Akteur von Beginn an auf dem Feld – und im Blickpunkt. Jonas Nietfeld, von 2011 bis 2014 beim FC Rot-Weiß aktiv, hatte in den ersten vier Partien mit drei Toren und einer Vorlage mit seinen 35 Jahren seine ganze Erfahrung unter Beweis gestellt. Aber er kam gegen resolute Erfurter nicht zum Zuge.

Nach der ersten Saisonniederlage gegen Halle wollten die Erfurter eine Reaktion zeigen. Und genau das gelang auch eindrucksvoll. Denn gleich die erste Chance nutzte Rot-Weiß zum Führungstreffer, den Stanislav Fehler einleitete. Seinen Ball brachte Wolf zunächst zwar nicht im Berliner Tor unter. Altglienickes Schlussmann Luis Klatte konnte aber die Kugel nicht festhalten. Dafür traf Obed Ugondu erst den Innenpfosten. Dann schlug Wolfs Stunde, der gedankenschnell reagierte und das 1:0 erzielte (7.).
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Altglienicke hatte mehr Ballbesitz und kam in Halbzeit eins schon zu sechs Ecken. Erfurt jedoch stand vor der Pause in der Abwehr sicher und schlug ein weiteres Mal eiskalt zu. Abwehrchef Maxime Awoudja leitete das zweite Tor ein, als er den Ball weit in die gegnerische Hälfte spielte, Ugondu verlängerte und sich Fehler im Duell Mann gegen Mann behauptete (26.). Für ihn war es ein besonderer Moment. Dem 22-Jährigen gelang der erste Treffer im Rot-Weiß-Trikot.
FC Rot-Weiß legt in der 47. Minute zum 3:0 nach
Die große Frage nach der Halbzeitpause war, wie die Thüringer mit dem komfortablen Vorsprung umgehen würden. Denn bei allen bislang erzielten Siegen kam der Gegner zu Torerfolgen und das große Zittern begann. Im jüngsten Duell mit Halle reichte das dünne 1:0-Polster nicht zu einem Punkt.

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Eine klare Antwort gaben die Rot-Weißen gleich nach Wiederbeginn, als sie dem Gegner den nächsten Schock versetzen. Erst raubten sie Altglienicke in der 47. Minute den Ball, dann starteten sie den nächsten Überfall. Fehler war nicht zu stoppen und sah den besser postierten Ugondu. Der 23-Jährige schob ins lange Eck zum 3:0 ein und bejubelte bereits seinen vierten Saisontreffer.
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Als es für die Rot-Weißen so richtig rund lief, stand dann auch noch das Glück zur Seite. Der Kopfball von Altglienickes Johannes Manske klatschte an die Querlatte (67.). Mit viel Leidenschaft kämpfte Erfurt um den Sieg. Ohne Gegentor blieb die Mannschaft allerdings auch diesmal nicht. Sydney Sylla nutzte per Kopf eine Schaltpause in der Abwehr (87.). Letztlich zählten für den FC Rot-Weiß jedoch die drei Punkte.









