Sechster Sieg im siebten Spiel: Der FC Rot-Weiß Erfurt übersprang am Samstag vor 820 Zuschauern auch die Hürde BFC Preussen. Nach hartem Kampf hieß es am Ende 4:2 (2:1) für die Thüringer, die die Partie erst in der Schlussphase in Überzahl für sich entschieden. Eine Aktion war dabei wegweisend.
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Til Linus Schwarz ersetzt Maxime Awoudja
Bei den Erfurtern ersetzte Kapitän Til Linus Schwarz den krankheitsbedingt fehlenden Maxime Awoudja in der Innenverteidigung. Die Position im defensiven Mittelfeld nahm Benny Boboy nach abgesessener Rot-Sperre ein. Rückkehrer Romarjo Hajrulla saß zunächst auf der Bank. Und ehe er sich dort so richtig bequem gemacht hatte, lag seine Mannschaft hinten. Stanislav Fehler hatte sich in der eigenen Hälfte einen Ballverlust geleistet und für das Foul Gelb gesehen. Den fälligen Freistoß bugsierte Lenny Stein nach einer Kopfballverlängerung zur Führung für die Gastgeber ins Netz (5.). Damit war klar: Auch das siebte Liga-Spiel wird der FC Rot-Weiß nicht ohne Gegentreffer beenden.

Altehrwürdiger Charme im Preussenstadion
Doch zunächst ging es darum, sich von dem Rückstand zu erholen und mit den schwierigen Gegebenheiten zu arrangieren. Auf dem holprigen Rasen galt es, die richtige Mischung zu finden zwischen spielerischen Elementen und kompromisslosen Aktionen. Auch das weitläufige Preussenstadion im Berliner Ortsteil Lankwitz versprüht eher traditionellen Charme - mit steinernen Traversen, einer verwitterten Laufbahn und Holzbänken unter freiem Himmel.
Stanislav Fehler trifft aus 25 Metern zum 1:1
Ausgerechnet Fehler brachte seine Rot-Weißen, die vor allem bei gegnerischen Standards arg schwammen, zurück ins Spiel. Aus rund 25 Metern fasste er sich ein Herz und überwand BFC-Keeper Karl Albers zum 1:1 (25.). Ein Tor, das RWE zusehends Sicherheit gab. Die Gäste, die bereits am Freitag ein Hotel am Rande der Hauptstadt bezogen hatten, dominierten fortan und drehten das Spiel. Nach einem verunglückten Klärungsversuch im Anschluss an Marco Wolfs Freistoß köpfte Sofiane Ikene zum 1:2 ein (37.).
Kurz nach der Pause verpasste Benjika Caciel die Vorentscheidung (50.). Allein auf Albers zulaufend scheiterte er am BFC-Schlussmann und musste mit ansehen, wie der Aufsteiger acht Minuten später zurückschlug. Nach einer Flanke stieg Nikolas Frank am höchsten und traf per Kopf zum 2:2. So attraktiv das Offensivspiel der Erfurter auch aussah; in der Defensive wirkten sie in zahlreichen Situationen anfällig.
Aktuelle Nachrichten zum FC Rot-Weiß Erfurt:
Nach 73 Minuten feierte Hajrulla sein Comeback in der Liga und holte mit seiner allerersten Aktion einen Freistoß an der Strafraumgrenze heraus. Zudem sah Gegenspieler Stein für sein Foul in dieser Szene Gelb-Rot. Fortan agierte Rot-Weiß in Überzahl. Der fällige Fehler-Freistoß brachte zwar noch nichts ein, dafür half wenig später Preussen-Kapitän Stephan Brehmer mit. Er köpfte einen langen Ball über seinen eigenen Torhüter hinweg zum 2:3 und ließ die mitgereisten RWE-Fans jubeln (79.). Kurz darauf erhöhte Obed Ugondu per Hacke zum 2:4 (83.). Vorausgegangen waren Fehlers Ecke und Ikenes erneut gewonnener Kopfball.
„Mit den drei Punkten bin ich natürlich zufrieden, mit unserer Leistung allerdings nicht. Am Ende war in den entscheidenden Situationen schon einiges an Glück dabei“, befand Trainer Fabian Gerber.






