Die Temperatur lag nur knapp über dem Gefrierpunkt, auch die Stimmung war beim FC Rot-Weiß Erfurt trotz eines späten Treffers ziemlich frostig. Denn das 1:1 (0:0) bei Schlusslicht Hertha 03 Zehlendorf fühlte sich wie eine Niederlage an. Wenigstens verhinderte Obed Ugondu mit seinem späten Ausgleichstor die Blamage. „Das war eine riesige Enttäuschung. Wir hatten kurz vor Schluss die Chance zum Sieg, aber das wäre nicht verdient gewesen“, sagte Trainer Fabian Gerber voller Frust. Für seine Elf war es das vierte Remis in Folge.
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Erfurt begann mit einigen Veränderungen in der Startelf. Während Marco Wolf aufgrund muskulärer Probleme nur auf der Bank saß, feierte Nathan Fuakala sein Debüt in der Regionalliga. Der Franzose stand wie zuletzt im Landespokal gegen Siemerode in der Innenverteidigung.
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Zehlendorfs Torwart Dedidis sicherer Rückhalt
Einen besonderen Moment erlebte derweil auch Romarjo Hajrulla, der nach seiner Rückkehr nach Erfurt im vierten Einsatz nach drei Einwechslungen diesmal von Beginn an spielen durfte. Und das zahlte sich auch aus. Der 26-Jährige erwies sich sofort als Störfaktor im Berliner Strafraum. Allerdings fand er bei seinen zwei Möglichkeiten in der vierten und sechsten Minute jedes Mal in Zehlendorfs Schlussmann Alexios Dedidis seinen Meister. Der Ex-Jenaer hinterließ auch später einen sehr sicheren Eindruck.

Aber obwohl Zehlendorf als Schlusslicht der Regionalliga vor dem Anpfiff erst sechs Punkte auf dem Konto hatte, versteckten sich die Gastgeber keineswegs. Das sollte Erfurt später noch zu spüren bekommen. Jules Hasenberg probierte es in der 14. Minute mit einem Schuss, den Rot-Weiß-Torwart Lorenz Otto aber problemlos entschärfte. Auf der anderen Seite verpasste Stanislav Fehler haarscharf die Erfurter Führung (22.).
Erfurt nach einer halben Stunde deutlich überlegen
Nach einer halben Stunde hatte sich der FC Rot-Weiß eine deutliche Überlegenheit erarbeitet. Doch der Tabellenletzte blieb mit Nadelstichen gefährlich. Bei einer dieser Aktionen warf sich Sofiane Ikene in den Schuss von Noah Jones und verhinderte damit einen Gegentreffer (42.).

In der zweiten Halbzeit bot sich den Zuschauern das gleiche Bild. Erfurt schlug aus seiner Übermacht jedoch viel zu wenig Kapital. Ein Freistoß in der 57. Minute, durch Stanislav Fehler von der linken Seite getreten, war beispielgebend. Sofort stand ein Berliner Spieler bereit und entschärfte die Situation, bevor es überhaupt für den Gastgeber gefährlich werden konnte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sich Erfurt auch fünf Ecken erarbeitet, die jedoch allesamt wirkungslos verpufften.
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In der 64. Minute kam schließlich auch Wolf aufs Feld und sollte neue Impulse setzen. Aber daraus wurde nichts. Im Gegenteil. Zehlendorf schlug bei fast frostigen Temperaturen eiskalt zu. Während Benjika Caciel völlig freistehend zu wenig aus seiner Chance machte (69.), bekam im Gegenzug Iba May den Ball, wurde nicht angegriffen – und traf wie aus dem Nichts zum 1:0 für seine Berliner. Dann erzielte Ugondu nach Vorarbeit von Fehler zwar den Ausgleich (89.). Das Herz der Erfurter Fans konnte er damit aber auch nicht erwärmen.






