Die Ergebnisse vom Freitagabend brachten dem FC Rot-Weiß Erfurt Klarheit, seinem Samstagsgegner FC Eilenburg Druck. Durch den Sieg von Lok Leipzig war die Mini-Chance der Rot-Weißen auf Platz eins in der Fußball-Regionalliga Nordost quasi dahin. Die Eilenburger mussten derweil in Erfurt nach Greifswalds Erfolg eigentlich gewinnen, um noch den vorletzten und fast sicheren Abstiegsplatz verlassen zu können.

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An der Einstellung, wie beide Teams das Spiel angehen, änderte das nichts. Erfurt begann mit offensiver Aufstellung – Stürmer Assibey-Mensah rückte für den geschonten Spielmacher Wolf neu in die Startelf – und wollte mit aktiver Spielgestaltung die durchwachsene Heimbilanz aufpolieren. Die Gäste aus Sachsen verteidigten zum Teil zu zehnt und hofften auf erfolgreiche Konter.

Dominanz bringt anfangs nichts ein

Die Dominanz brachte den Gastgebern anfangs zwar einige Eckbälle, aber nur eine Halbchance durch Caciel ein (6.). Hinten mussten sie zweimal durchpusten, als Mittelstürmer Kosak, als einziger Eilenburger ohne Verteidigungsaufgaben, erst eine Flanke haarscharf verpasste (15.) und dann von Awoudja im zweiten Versuch gerade noch abgegrätscht wurde (21.).

25.04.2026, GER, Fussball, Maenner, Saison 25/26, Regionalliga Nordost, 31.Spieltag, FC Rot-Weiss Erfurt - FC Eilenburg
Eckball ins Glück: Ben-Luca Moritz köpft für die in der ersten Hälfte dominanten Rot-Weißen nach einer halben Stunde zum 1:0 ein.© Christian Heilwagen

Ihr sechster Eckball brachte den Rot-Weißen aber doch die verdiente Führung: Falcao brachte den Ball von links, Schwarz verlängerte unfreiwillig auf Moritz, der am zweiten Pfosten leichtes Spiel hatte (30.). Das brachte Sicherheit. Drei Minuten später entblößte Fehler per Zauberpass die Gästeabwehr, nach zwei Querpässen erhöhte Ugondu mit seinem 15. Saisontor auf 2:0. Mit einem dicken Patzer lud Otto, der diesmal wieder das Tor hütete, die Eilenburger zum Anschlusstreffer ein, doch sie nutzten das Geschenk nicht (45.).

Eilenburg verdient sich Remis

Auch im zweiten Durchgang hatten die wackeren Sachsen die erste dicke Chance, doch Baumanns Schuss köpfte Awoudja von der Linie (49.). Eilenburg musste nun aktiver werden, um den drohenden Abstieg abzuwenden – wissend um die Erfurter Konterstärke. Und das wurden sie auch: Schädlichs gute Flanke von links köpfte der Schwarz überspringende Kosak zum Anschluss ein (57.).

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Die Rot-Weißen kamen überhaupt nicht mehr in die Gänge, Coach Fabian Gerber reagierte mit einem Vierfachwechsel (60.). Doch es wurde nicht besser. Erst musste Pechvogel Jacky, nach Kreuzbandriss gerade erst wieder fit, elf Minuten nach seiner Einwechslung verletzt wieder runter, Sekunden später köpfte Fischer eine starke Niemitz-Ecke völlig frei zum Ausgleich in die Maschen (72.).

Otto boxt sich den Ball fast ins eigene Tor

Ausgerechnet der, der bis dato mit glücklosen Aktionen den meisten Unmut der Fans auf sich gezogen hatte, löste den arg festgezurrten Nachpausenknoten bei Erfurt: Assibey-Mensah traf mit herrlichem Schrägschuss ins lange Eck zum 3:2 (79.).

Doch die rot-weiße Freude währte nur zwei Minuten. Nach einer Ecke verlängerte der gerade eingewechselte Poser den Ball zum 3:3 ins Tor (81.). Weil Caciel die letzte gute Chance vergab (88.) und Otto den Ball aufs statt ins eigene Tor faustete (90.+3), blieb es beim Remis. Das sorgte bei Erfurt für große Enttäuschung und bei Eilenburg für ein Fünkchen Hoffnung.