Nach dem Spielende wussten die Spieler von Kap Verde nicht, ob sie sich über das nächste sensationelle Unentschieden freuen oder damit hadern sollten, das späte Siegtor verpasst zu haben. Das galt besonders für einen: Sidny Lopes Cabral. Der 23-jährige Linksverteidiger, der 2022 bis 2024 für den FC Rot-Weiß Erfurt spielte und danach einen kometenhaften Aufstieg hinlegte, wusste nach dem 2:2 gegen Uruguay, dass er das alles entscheidende letzte Gruppenspiel ums Weiterkommen bei der Fußball-WM verpassen würde.

Das 1:1 legt er dem Gegner unfreiwillig auf

Die erste Hälfte lief für Lopes Cabral, der wie beim 0:0 gegen Spanien durchspielte, trotz einiger starker Flügelläufe unglücklich. Schon nach fünf Minuten handelte er sich für ein übermotiviertes Einsteigen weit in der gegnerischen Hälfte Gelb ein. Da er auch gegen Spanien verwarnt wurde, fehlt er am kommenden Samstag (2 Uhr deutscher Zeit) gegen Saudi-Arabien, wenn Kap Verde mit einem Sieg, Remis oder sogar einer knappen Niederlage den Einzug ins Sechzehntelfinale buchen kann. In der 44. Minute köpfte der Ex-Erfurter eine Flanke an den Pfosten des eigenen Tores, Uruguay staubte zum 1:1 ab und ging kurz darauf noch in Führung.

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Nach dem Seitenwechsel setzte der wie bei Rot-Weiß immer wieder mutig nach vorn eilende Außenverteidiger mit einem Fernschuss das erste Achtungszeichen, ehe seinem Team noch das 2:2 gelang.