50 Minuten spielte der FC Rot-Weiß Erfurt in Überzahl, früh hatte der Tabellenführer der Regionalliga die Führung erzielt. Doch beim 5:0 (1:0) gegen den Aufsteiger RSV Eintracht Stahnsdorf musste die Elf um Kapitän Maxime Awoudja vor 6247 Zuschauern im Steigerwaldstadion Schwerstarbeit verrichten, um den sechsten Saisonsieg im achten Spiel perfekt zu machen.

Til Schwarz rückt erstmals in die Erfurter Startelf

In der vergangenen Saison hatte es Erfurt ausgerechnet gegen die Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte oft schwer. In dieser Saison traten die Erfurter gegen Aufsteiger Tasmania Berlin (6:0) und in Luckenwalde (5:0) sehr dominant auf. Doch dann folgte beim 1:1 gegen den BFC Preussen ein erster Dämpfer. Insofern waren die Zuschauer gespannt, wie der Spitzenreiter gegen den Liganeuling auftreten würde.

Das Spiel FC Rot-Weiß Erfurt gegen Stahnsdorf endete 5:0.

In der Startformation nahm Trainer Fabian Gerber drei Änderungen vor. Til Schwarz durfte für Benny Boboy zum ersten Mal in dieser Saison von Beginn an spielen. Auch Dustin Forkel und Marco Wolf rutschten für Robbie Felßberg und Hinata Gonda in die Startformation.

 FUSSBALL REGIONALLIGA NORDOST - SAISON 2026-2027 - 8. SPIELTAG FC ROT WEISS ERFURT - RSV EINTRACHT
Romarjo Hajrulla, hier beim Kopfball im Duell gegen Aleksandar Bilbija, verpasste kurz vor der Pause das zweite Tor für den FC Rot-Weiß Erfurt.© FUNKE Foto Service | Sascha Fromm

Mit einem Sieg und drei Remis waren die Rand-Berliner vielversprechend in die Saison gestartet. Doch zuletzt gab es fünf Spiele ohne Erfolg. Frühzeitig versuchten die Gäste, den Spielaufbau der Erfurter zu stören. Aber schon nach drei Minuten brannte es zum ersten Mal lichterloh im Strafraum der Gäste. Wolf bekam den Ball allerdings nicht unter Kontrolle.

Dustin Forkel erzielt nach 13 Minuten Erfurter Führung

Mehr Tempo und Offensivdrang von der ersten Minute an wünschten sich die Zuschauer nach dem jüngsten 1:1. Und genau das bekamen sie vom FC Rot-Weiß serviert. Garniert wurde der engagierte Start ins Spiel durch den frühen Führungstreffer. Forkel setzte sich auf der rechten Seite durch. Alle rechneten mit einer Hereingabe. Der Flügelspieler allerdings jagte aus spitzem Winkel an Stahnsdorfs Torhüter Felix Güldner den Ball zum Erfurter 1:0 ins Netz (13.).

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In der 25. Minute kam der Gegner dann doch einmal in den Strafraum des FC Rot-Weiß. Nach einer Hereingabe von der linken Seite konnte Nicolas Walther gegen Isma Baraze Adam gerade noch klären und auf diese Weise den Gegentreffer verhindern. In dieser Situation hatte Erfurt richtig viel Glück. Dann spielte der Gastgeber plötzlich in Überzahl. Denn als der erst wenige Minuten zuvor verwarnte Baraze Adam den Erfurter Raphael Assibey-Mensah von den Beinen holte, sah er für diese Aktion die Gelb-Rote Karte (39.). Beim anschließenden Freistoß verpasste Romarjo Hajrulla per Kopf nur um Haaresbreite den zweiten Treffer. Gleiches passierte Sofiane Ikene wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff.

Stahnsdorf stemmt sich in Unterzahl gegen Niederlage

Die zweite Halbzeit begann derweil ganz anders, als es sich die Zuschauer vorgestellt hatten. Statt schnell zum 2:0 nachzulegen, kamen die Stahnsdorfer mit einem Mann weniger mehrfach vor das Erfurter Tor und erarbeiteten sich sogar drei Eckbälle. Der Aufsteiger mobilisierte alle Kräfte und setzte immer wieder Nadelstiche. Dass der Neuling in Unterzahl spielte, war in dieser Phase nicht zu spüren.

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Wie eine Erlösung fühlte sich schließlich das 2:0 an. Als die Zuschauer schon den Ausgleich befürchteten, schob Assibey-Mensah den Ball ins lange Eck (66.). Der Flügelspieler hatte sich sehenswert freigespielt und damit den Weg zu seinem vierten Punktspieltreffer in dieser Saison geebnet. Forkel (75.) und der eingewechselte Mechak Tito (81.) beseitigten schließlich alle Zweifel am Heimsieg. Das große Zittern hatte längst ein Ende gefunden. Mit einem Traumtor aus fast 40 Metern zum 5:0 sorgte Benjica Caciel endgültig für Glückseligkeit auf den Tribünen.