FSV Martinroda mit standesgemäßem Erfolg

Martinroda.  Fußball-Oberligist siegt gegen Landesklässler Traktor Teichel mit 4:0 (2:0).

Der Teicheler Carlo Crecelius (links) attackiert Chris Griebel vom FSV Martinroda.

Der Teicheler Carlo Crecelius (links) attackiert Chris Griebel vom FSV Martinroda.

Foto: Andreas Heckel

Noch nicht mit der Klarheit, wie man einen Landesklasse Gegner beherrschen sollte, aber mit erkennbarem Willen dieses Spiel zu bestimmen, gingen die Martinrodaer in die Begegnung. Was dem Spiel über weite Strecken fehlte, war ein Konzept, woraus sich die Laufwege, Richtung des Balles und der Adressat daraus ergeben sollten. Der Ball blieb zu 70 Prozent in den Reihen der Gastgeber, das genaue Zuspiel, der richtige Zeitpunkt und die Passschärfe fehlten auf FSV-Seite noch.

Teichel bemühte, sich die Ballpassagen des FSV mit hohen Laufaufwand zu stören. Mit Erfolg, denn die ungenauen Zuspiele brachten die Gäste doch das eine oder andere Mal in Ballbesitz. Offensiv trat der Vertreter aus der Landesklasse-Staffel Ost nur wenig in Erscheinung. „Bei uns stand die Defensive verständlicherweise im Vordergrund“, sagt Teichels Trainer Stefan Staskewitsch. Auf Grund der dünnen personellen Decke und fehlenden Verteidigern spielte der Gast quasi mit drei Sechsern, wobei jeder seine Aufgabe recht gut machte. Und so hatte der Gastgeber natürlich mehr vom Spiel und natürlich auch mehr Möglichkeiten. Dennoch hatte Teichel Gelegenheiten, um zu Toren zu kommen: Die beste Gelegenheit hatte Fuhrmann, als ihm nach einer Eingabe der Ball über den Schlappen rutschte (36.).

Mittelfeld noch zu verspielt

Wieder mit zwei hochstehenden Außenverteidigern, stand die Fünfer-Abwehrkette bei Martinroda besonders im Fokus. Mit Finn, Wiegel und Al Saeed, sowie Brömel und Fernando war ein spielstarkes, aber oftmals noch zu verspieltes Mittelfeld aufgeboten. Hertel machte seinen Job, steuerte mit dem ersten Tor per Kopf von der Strafraumgrenze nach gefühlvoller Flanke vom ehemaligen Bad Blankenburger Fiur, dann auch noch das vierte Tor im Spiel mit präzisem Schuss in die rechte untere Ecke hinzu. Al Saeed, der einen schnellen Angriffszug aus 18 Metern abschloss, sowie Zimmermann, der die noch ungeordnete Situation ausnutzte und den Ball per Freistoß aus 25 Metern ins Tor bugsierte, sorgten für die weiteren Treffer.

„Auch wenn wir Martinroda zwei Geschenke machten und selbst drei richtig gute Möglichkeiten liegen ließen, haben wir uns doch recht gut geschlagen“, so Staskewitsch, für dessen Team es der erste Test war. Am Ende hätten etwas die Körner gefehlt, um zumindest noch zum Ehrentreffer zu kommen. Aber alles in allem zeigte sich der Coach zufrieden: „Es war für uns eine ganz ordentliche Trainingseinheit.“

Zudem gibt es positive Nachrichten für Zuschauer in Martinroda: Unter Einhaltung eines Hygiene-Konzeptes können ab sofort 200 Zuschauer im Sportpark begrüßt werden.