Am Ende hingen die Köpfe und die CATL Basketball-Löwen mussten von ihren Fans getröstet werden. Wie schon im ersten Vergleich hatten sie gegen Paderborn lange Zeit vorn gelegen, um am Ende knapp den Kürzeren zu ziehen. Das bittere 82:84 (46:40) im zweiten Achtelfinalduell der Pro-B-Play-offs bedeutete das Saisonende für die tapfer kämpfenden Erfurter.
Trainer Florian Gut kritisiert seine Leistungsträger
„Wir hatten von der Spielanlage her wieder die Chance zu gewinnen. Leider haben wir es von der Intensität in der Verteidigung und von der Mentalität her nicht geschafft, über die gesamte Spielzeit bei hundert Prozent zu sein“, resümierte Trainer Florian Gut. „Unsere jungen Spieler haben es gut gemacht, vor allem Musa Abra und Leonar Fliege; unsere gestandenen Spieler leider nicht.“

Die Ausgangslage war klar: Die Löwen mussten nach der 67:75-Niederlage in Paderborn gewinnen, um ein Entscheidungsspiel zu erzwingen. Diese ohnehin knifflige Aufgabe wurde durch den personellen Engpass zusätzlich erschwert. Neben den weiterhin verletzten Noah Kamdem, Lorenz Schiller und Samuel Nellessen galt es auch, Tobias Bode und Lenni Kunzewitsch zu ersetzen.
Leonar Fliege sorgt für verheißungsvollen Start
Doch mit der Unbekümmertheit der Jugend begegneten die Löwen dem Favoriten. Der erst 17-jährige Fliege versenkte gleich die ersten beiden Dreier und schien die Gäste damit zu beeindrucken. Die hatten erhebliche Probleme mit der Löwen-Defense und leisteten sich etliche Fehlversuche aus dem Feld heraus. Dagegen war Paul Albrecht auf der Gegenseite kaum zu stoppen. Alieu Ceesay machte mit einem 3-Punkt-Spiel das erste Viertel zum 24:16 zu und ließ die 1200 Fans von der Überraschung träumen.

Eigengewächs Musa Abra gibt Paderborn Rätsel auf
Verheißungsvoll ging es weiter. Eigengewächs Abra, mit 24 Punkten Top-Scorer, drehte im zweiten Durchgang auf und schraubte das Ergebnis auf 40:28. Aber die Ostwestfalen behielten die Ruhe und suchten immer wieder den Weg unter den Korb, wo der 2,07 Meter große Jannis Sonnefeld kaum zu bremsen war. Bis zur Halbzeit (46:40) hatte er bereits 18 von 22 Punkten auf dem Konto. Auf Erfurter Seite sorgte der erst 16-jährige Jeremie Fotso Sighom mit zwei erfolgreichen Versuchen für Sonderapplaus.
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Obwohl der langjährige Erstligist intensiver verteidigte und im dritten Viertel auf 61:62 verkürzte, hielten die Löwen dagegen und führten dank Abras Dreier mit 71:65. Doch in der Crunchtime verließ die Gastgeber das Wurfglück und die Entschlossenheit in der Defensive. Nach 36 Minuten zog Paderborn erstmals in Front (74:75) und brachte den knappen Vorsprung clever über die Zeit.




