Florian Gut ist die Begeisterung auch einen Tag nach dem WM-Finale anzumerken – trotz einer Niederlage der Nationalmannschaft und der verpassten Sensation. „Noch nie stand Deutschland bei einer Jugend-WM im Endspiel. Allein deshalb ist diese Medaille historisch und hat einen ganz besonderen Wert“, sagte der Trainer und Sportchef der Erfurter Basketball-Löwen, der die U19-Titelkämpfe in Lausanne aus gutem Grund aufmerksam verfolgt hat.
Abra bekommt bei der U19-WM mehrere Kurzeinsätze
Mit Musa Abra stand ein Spieler seiner Mannschaft im Aufgebot des deutschen Teams, das sich erst im Endspiel nach einer couragierten Vorstellung dem haushohen Favoriten aus den USA mit 76:109 (47:56) geschlagen geben musste. Dennoch sei Rang zwei herausragend, sagte Gut: „Nicht nur bei den Männern, auch im Nachwuchs sind wir jetzt Weltspitze.“
Der 18 Jahre alte Abra gehörte in der vergangenen Saison bereits bei den Erfurter Löwen in der ProB zu den Leistungsträgern und verlieh seiner Entwicklung einen enormen Schub. In der im Vorjahr bei der EM erfolgreichen Nationalmannschaft musste er sich einen Platz erst erkämpfen – und wurde nun mit WM-Silber belohnt. Musa, der über BiG Gotha und den BC Erfurt zu den Löwen kam, stand mit den besten europäischen Spielern seiner Altersklasse in einer Mannschaft.
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Bei den Titelkämpfen in der Schweiz bekam er von Bundestrainer Alan Ibrahimagic zwar nur Kurzeinsätze. Doch auch das macht ihn nur noch stärker, glaubt sein Heimtrainer Gut: „Das wird ihn nur noch hungriger machen. Er wird noch motivierter von der WM zurückkehren.“ Positiv für die Löwen: Zwar spielte er sich durch seine rasante Entwicklung in den Fokus anderer Vereine. Musa Abra aber hat sich entschieden, auch in der kommenden Saison eine tragende Rolle in Erfurt zu übernehmen.




