Messerschmidt erkämpft sich Bronzemedaille

Thomas Rudolph
In starker Verfassung präsentierte sich Jana Messerschmidt beim Turnier in Lissabon.

In starker Verfassung präsentierte sich Jana Messerschmidt beim Turnier in Lissabon.

Foto: Martin Kremser

Lissabon.  Karate-Ass aus Waltershausen überzeugt beim Turnier in Lissabon

Weiteres Selbstvertrauen für die großen, kommenden Aufgaben sammelte die Waltershäuser Karatekämpferin Jana Messerschmidt am Wochenende im portugiesischen Lissabon. Beim dortigen Premier-League-Turnier, es war das zweite der Saison, zeigte sich die Nationalkämpferin von Bushido in starker Verfassung und belohnte sich mit dem Gewinn der Bronzemedaille.

„Ich habe mich megamäßig gefühlt. Das war ein super Turnier, richtig toll organisiert in einer großen Halle“, sagte Messerschmidt, die nach dem unglücklichen Auftritt beim ersten Turnier in der Türkei diesmal ihre Qualität auf die Matte brachte. In der Klasse bis 55 kg angetreten, setzte sich die 30-Jährige nach einem Freilos in der 1. Runde jeweils ohne Gegentreffer gegen Lorena Busa (Italien/2:0), Sara Yamada (Japan/1:0) sowie die Iranerin Taravat Khaksar (1:0) durch.

So stand die Blondine im Halbfinale, wo sie auf die ukrainische Top-Favoritin Anzhelika Terliuga traf. In einer spannenden und abwechslungsreichen Begegnung musste sich Messerschmidt knapp mit 2:4 beugen. Im kleinen Finale zeigte sie sich dann gut erholt und bezwang die ebenfalls stark einzuschätzende Italienerin Sara Cardin ungefährdet mit 3:1 – die Bronzemedaille war gesichert, weiteres Selbstvertrauen für die nächsten Wettkämpfe getankt. Lob gab es von Bundestrainer Thomas Nitschmann. „Jana war sehr fokussiert und motiviert. Letztlich waren es kleine Fehler, die zu den Gegenpunkten geführt haben.“

„Nun heißt es dranzubleiben. Ich möchte mich nun bestmöglich auf die Europameisterschaft in zwei Wochen vorbereiten“, sagt Messerschmidt, die perspektivisch den großen Traum einer Olympia-Teilnahme vor Augen hat. Die EM findet vom 19. bis 23. Mai im kroatischen Porec statt. Kroatien war nach dem Rückzug Schwedens als Gastgeber eingesprungen.