Nach Vertragsbruch: Science City Jena sieht von Rechtsmitteln ab

Jena.  Nach dem Vertragsbruch von Zavier Simpson hofft der Basketball-Zweitligist auf eine einvernehmliche Lösung.

Jenas Geschäftsführer Lars Eberlein steht mit Simpson in Kontakt. Die Ausgaben, die der Verein für den Spieler hatte, will er ersetzt bekommen.

Jenas Geschäftsführer Lars Eberlein steht mit Simpson in Kontakt. Die Ausgaben, die der Verein für den Spieler hatte, will er ersetzt bekommen.

Foto: Christoph Worsch

Nach dem Vertragsbruch von Spieler Zavier Simpson sieht Basketball-Zweitligist Science City Jena erst einmal davon ab, einen Rechtsanwalt einzuschalten. Der 23-jährige US-Amerikaner hatte bei den Saalestädtern im September einen gültigen Vertrag unterschrieben, war aber eigenverantwortlich einfach in die Heimat zurück gereist und hinterließ verblüffte Jenaer.

Selbst Chefcoach Frank Menz hat in seiner langen Karriere so einen Abgang noch nicht erlebt. Trotzdem hat er und auch Jenas Geschäftsführer Lars Eberlein Verständnis für Simpson, der zum ersten Mal so weit weg von der Heimat war. Der Aufbauspieler, dem Menz sogar den Sprung in die nordamerikanische Profiliga NBA zutraut, musste nach seiner Ankunft in eine 14-tägige Quarantäne. Nachwuchsspieler von Science City, die mit der ersten Mannschaft trainiert hatten, waren positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Viel Zeit zum Nachdenken für einen jungen Mann fernab der Heimat.

Auch wenn die Art und Weise des Abgangs „blöd“ war, wie Eberlein sagt, sei Simpson kein schlimmer Typ. „Es bringt sowieso nichts, jemanden zu halten, der weg will“, sagt er. Trotzdem will Science City alle Ausgaben, eine beachtliche vierstellige Summe, die für Simpson angefallen sind, ersetzt bekommen. Denkbar sei auch eine Ablöse von einem möglichen neuen Verein. „Wir stehen mit ihm und seinem Berater in Kontakt.“

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