Nordhäuser Handballer mit Blitzstart in die Saison

Breitungen.  Nordhausens Handballer gewinnen ihr erstes Spiel der Saison 27:22 bei der HSG Werratal II. Keeper Keil mit Bestnoten.

Nordhausens Torwart Christoph Keil (in Rot) war vor allem im ersten Durchgang kaum zu überwinden. 

Nordhausens Torwart Christoph Keil (in Rot) war vor allem im ersten Durchgang kaum zu überwinden. 

Foto: Christian Gase

Nach 211 Tagen liefen die Nordhäuser Handball-Männer wieder zu einem Punktspiel auf. Nach dem der HV Merkers seine Mannschaft zurückgezogen hatte, fand der Saisonauftakt in der Landesliga für sie in Breitungen gegen die Zweite der HSG Werratal statt.

Damit die neue Serie etwas entspannter wird, krempelte der NSV die Mannschaft um, denn in der vergangenen abgebrochenen Saison standen die Nordhäuser im unteren Drittel der Tabelle. Das Ergebnis wollten die Rolandstädter im Auswärtsspiel präsentieren und gewannen verdient 27:22. Der wieder genesene und reaktivierte Stefan Fuhrmann stellte schnell auf 5:0. Ein perfekter Start. Auch der Anschlusstreffer zum 5:1 konnte das Nordhäuser Spiel nicht entscheidend stören. In der 13. Spielminute erhöhte Ricardo Seeger auf 9:1. Mit solch einem Ergebnis konnte und hatte man nicht gerechnet. Bis zur Pause verkürzte die HSG auf 18:10.

Die zweiten 30 Spielminuten wurden dann intensiver geführt. Vielleicht hätten die Schiedsrichter das ein oder andere mal härter durchgreifen müssen. Vor allem die Hausherren haderten zu oft mit ihrem Schicksal und bekamen dafür die Quittung. Die NSV-Dominanz flachte etwas ab, die HSG kam etwas näher. In der 37. Spielminute verkürzten sie erstmalig auf fünf Treffer. In der 42. Minute sogar auf vier (22:18), ehe es wieder Stefan Fuhrmann und Maximilian Hund richteten (24:18). Auch eine anschließende Auszeit der HSG konnte Nordhausen nicht daran hindern mit zwei Treffern in Folge von Marcel Effenberger-Kiel auf 26:18 davon zu ziehen. Da nur noch elf Minuten zu spielen waren, eine Vorentscheidung.

Trotz Sieg muss man einige Wunden lecken

Trotz Belagerung der NSV-Abwehr, ließ diese nicht mehr viel anbrennen. Am Ende lagen sie sich in den Armen, da die Anzeigetafel ein 27:22 anzeigte. Der Erfolg von Nordhausen geht auch in der Höhe voll auf in Ordnung, hätte sogar etwas höher ausfallen können. Mit schnellem Passspiel und einer hohen Laufbereitschaft gelang es ihnen die Partie schon früh unter Kontrolle zu bringen und zu entscheiden. Die intensiven Bemühungen von Werratal ins Spiel zu finden, wird bei einigen Spielern der Südharzer Spuren hinterlassen haben.

Bis zum Heimauftakt gegen Spitzenreiter Sömmerda müssen diese auskuriert sein. Shooter dieser Partie waren ebenfalls zwei Nordhäuser. Marcel Effenberger-Kiel und Stefan Fuhrmann teilen sich mit je acht Treffern die Krone. Sie wurden von ihren Nebenleuten vorbildlich in Szene gesetzt. Trotz dieser Dominanz von 16 Treffern war das Spiel des NSV von allen Position gefährlich und unberechenbar.