Es war eine echte Ansage von BBL-Aufsteiger Science City Jena gegen Syntainics MBC aus Weißenfels. Mit 104:82 schossen die Jenaer den amtierenden deutschen Pokalsieger aus der kleinen Trainingshalle „meTecno Court“, zeigten von Beginn eine couragierte Leistung gegen den künftigen Liga-Rivalen aus Sachsen-Anhalt.
Dennoch musste Science City-Trainer Björn Harmsen bei einer Sache verneinen, als seine gut gelaunten Spieler nach dem Testspiel an ihn herantraten.
Bisher nur zwei Trainingseinheiten als komplettes Team
„Die Jungs wollten direkt einen Bestrafungslauf machen, da sie in der Verteidigung mehr als 80 Punkte des Gegners zugelassen hatten. Den machen wir aber erst am Montag im Training, da gehört das hin“, bremste Björn Harmsen die Euphorie der Mannschaft.
Mit dem Auftritt gegen Syntainics MBC, bei dem Jena drei von vier Vierteln für sich entscheiden konnte, war der 43-Jährige dennoch zufrieden: „Wir hatten bisher nur zwei Trainingseinheiten mit allen zusammen, auch im vorherigen Testspiel gegen Chemnitz fehlte noch ein großer Teil des Kaders. Insofern war es heute ein guter Auftritt, mit viel Energie. Die Stimmung passt, die Jungs mögen und unterstützen sich. Natürlich gibt es noch Abstimmungsprobleme und Fehler, daran werden wir arbeiten.“

Gegen Weißenfels konnte der SC-Trainer viel rotieren, fast alle eingesetzten Akteure kamen auf mehr als zehn Minuten Spielzeit und trugen sich in die Punkteliste ein. Am erfolgreichsten warf dabei Tavian Dunn-Martin mit 22 Punkten.
Neuverpflichtung sticht als Topscorer heraus
Der Aufbauspieler wurde erst wenige Tage zuvor verpflichtet, da der ursprünglich für diese Position vorgesehene Sigu Jawara an einer Knieverletzung laboriert. Ein gelungener Einstand vom US-Amerikaner Dunn-Martin, urteilte dessen neuer Trainer Harmsen: „Ich weiß, was er für ein Spielertyp ist. Er kann offensiv unglaublich heiß laufen. Zudem fand ich sehr gut, wie er heute verteidigt hat. In der Form wird er uns definitiv weiterhelfen.“

Auch die anderen Neuverpflichtungen Keith Braxton (15 Punkte), Naz Bohannon (14/acht Rebounds), Great Osobor (11), Joe Wieskamp (10/ sechs Rebounds) und Eric Washington (acht Punkte/sechs Assists) wussten bei Science City zu überzeugen.
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Dass der Sieg gegen den MBC überraschend hoch ausfiel, interessierte den Trainer nicht wirklich: „Wir legen viel Wert auf die körperliche Verfassung und Intensität. Da waren wir dem Gegner heute einen Schritt voraus.“
Die Chance zur Revanche hat Weißenfels am 14. Spieltag, wenn es zum ersten Saison-Pflichtspiel gegen Science City Jena kommt.






