Die Rollenverteilung könnte klarer nicht sein: Auf der einen Seite der elffache Meister und Rekordpokalsieger Alba Berlin, der am Montag im Viertelfinale des BBL-Pokals (Beginn 20 Uhr) auch noch Heimrecht hat. Auf der anderen Seite Science City Jena, der Außenseiter von der Saale, der gerade erst wieder in die BBL aufgestiegen ist. Und dann ist da auch noch diese deutliche 78:97-Pleite der Jenaer Basketballer gegen Alba im BBL-Heimspiel der Saalestädter Anfang Oktober.

Für Jena-Trainer ist Alba Berlin eine der besten deutschen Mannschaften

„Alba ist eine der Top-Mannschaften in Deutschland. Auch wenn sie ein bisschen ihr Budget heruntergefahren haben, sind sie immer noch ein sehr starkes Team“, sagt Jenas Headcoach Björn Harmsen. „Sie spielen sehr intensiven Basketball, bewegen den Ball gut an beiden Enden des Courts und spielen als Mannschaft gut zusammen“, führt er weiter aus.

BASKETBALL  EASYCREDIT BBL  3. SPIELTAG - SCIENCE CITY JENA - ALBA BERLIN
Science-City-Aufbauspieler Eric Washington war nach der Jenaer Niederlage Anfang Oktober gegen Alba Berlin schwer enttäuscht.© FUNKE Foto Services | Sascha Fromm

Dass die Hauptstädter, nimmt man alle Wettbewerbe zusammen, seit sieben Spielen ungeschlagen sind, ist Harmsen natürlich bewusst. Doch trotz aller negativen Vorzeichen glaubt er fest an die historische Chance: Dass seine Jenaer erstmals ins Pokal-Halbfinale, das prestigeträchtige Final-Four-Turnier, einziehen können.

Harmsen sicher: Seit Alba-Niederlage haben wir uns sehr verbessert

Selbst die derbe Niederlage Anfang Oktober kann er in dieser Hinsicht einordnen. „Wir haben gar nichts getroffen und Alba hatte eine überragende Trefferquote.“ Aber Science City habe aus den Fehlern gelernt. „Außer gegen Alba und Bayern, wo wir aber auch noch müde vom vorherigen Pokalspiel waren, haben wir immer gut mitgehalten.“ In bisher acht Pflichtspielen verließen die Thüringer schon fünf Mal das Parkett als Sieger, bewiesen zuletzt durch den Derbysieg gegen die Niners Chemnitz: Jena ist im deutschen Oberhaus angekommen.

Ansetzung am Mittwoch gegen Trier großer Nachteil für Science City

Geht Björn Harmsen noch recht optimistisch ins Aufeinandertreffen am Montag mit dem Goliath aus der Hauptstadt, sieht es in Sachen BBL-Spiel am Mittwoch in Trier schon anders aus. Genau 48 Stunden und zahlreiche Kilometer liegen zwischen den Spielen gegen den Rekordpokalsieger und dem Überraschungstabellenführer, der mit Science City in die erste Liga aufgestiegen ist.

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„Es gibt eine Regel, die besagt, dass zwischen zwei Spielen 48 Stunden liegen müssen“, sagt Harmsen. „Aber es gibt keine Regel, die besagt, wie weit man zwischen diesen beiden Spielen reisen muss.“ Da die Gladiators bereits am Sonntag im Pokal ein Heimspiel gegen die Bayern haben, „hat Trier einen immensen Vorteil. Aber die Regelung gibt es her. Jammern zählt nicht und wir können es nicht ändern.“ Vielleicht verleiht ein Überraschungssieg in Berlin den müden Jenaern auch am Mittwoch noch einmal Flügel.