Björn Harmsen hat die Pleite im Ost-Derby der Basketball-Bundesliga gegen den Mitteldeutschen BC verdaut. „Es war schade, dass wir so eine hohe Niederlage kassiert haben“, sagt der 43-Jährige über das 84:108 von Science City Jena am Samstag. „Weißenfels hat aus meiner Sicht ein überragendes Spiel gemacht, elf von 17 Dreiern in der ersten Halbzeit getroffen. Das ist Wahnsinn“, sagt Jenas Cheftrainer und bescheinigt seiner Mannschaft dennoch, „dass wir grundsätzlich nicht schlecht gespielt haben“.
Zahlreiche weite Auswärtsfahrten nacheinander machen Jenaern zu schaffen
Aber neben dem starken Auftritt des MBC hat Harmsen bei der Ursachenforschung vor dem Heimduell am Donnerstag gegen die Hamburg Towers noch einen weiteren Grund für die Niederlage ausgemacht. „Wir waren ein bisschen müde, hatten nicht so viel Energie wie Weißenfels. Anfang März hatten wir drei Auswärtsfahrten in kurzer Zeit, jeweils sechs Stunden hin, sechs Stunden zurück, dazwischen lagen wir in Hotelbetten herum.“ Das hätten ihm auch seine Spieler gespiegelt.

„Der Spielplan ist die ganze Saison schon nicht unser Freund“, findet Björn Harmsen, der mit seinen Mannen bereits einige weite Auswärtsfahrten in kurzer Zeit meistern musste. Dabei ist die Ausbeute des Aufsteigers aus Thüringen mit neun Siegen aus 24 Spielen trotzdem sehr ansehnlich. Im Kampf um den Klassenerhalt hat Science City aktuell drei Siege Vorsprung auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz.
Aktuelle Nachrichten zu den Jenaer Basketballern:
Mit einem Erfolg gegen den Tabellen-Nachbarn Hamburg (14.) am Donnerstag kann der 15. aus Jena den nächsten großen Schritt in Sachen Klassenerhalt machen. Nicht mehr dabei sein wird dann Naz Bohannon. Der 27-Jährige, der zuletzt nicht mehr zum Einsatz kam, und Science City haben sich einvernehmlich getrennt.
Science City Jena – Hamburg Towers, Donnerstag, 20 Uhr, Sparkassen-Arena, live bei Dyn






