Was für ein wichtiger Sieg für Science City Jena: Der BBL-Aufsteiger gewinnt auch das zweite Duell gegen Tabellennachbarn Hamburg Towers mit 106:95 (61:41) und feiert damit den zehnten Sieg in der deutschen Basketball-Beletage. Mit dem deutlichen Erfolg überholten die Gastgeber einerseits die Elbestädter in der Tabelle und feierten andererseits nach der Derbyniederlage gegen den MBC aus Weißenfels eindrucksvoll Wiedergutmachung. Mit dem Heimsieg vergrößern die Jenaer zugleich den Abstand zum ersten Abstiegsplatz auf acht Zähler.
Science City Jena beginnt schwungvoll
Das vom fünften Spieltag in den Frühling verlegte Hinspiel begann wie das Rückspiel, als die Saalestädter vor zwei Wochen im ersten Viertel zwischenzeitlich mit 20 Punkten führten. Auch in der heimischen Sparkassenarena begann Science City wie die Feuerwehr und führte nach 90 Sekunden mit 9:1. Dabei holte Joe Wieskamp mit einem Dreier und einem Dunk die Zuschauer gleich ins Spiel. Towers-Coach Benka Barloschky war so früh zu einer Auszeit gezwungen, die allerdings nicht viel brachte. Der BBL-Neuling spielte weiter konsequent und beendete das erste Viertel mit einer deutlichen 33:20-Führung. Besonders bemerkenswert: Der Gastgeber traf viermal aus der Ferne bei sechs Versuchen, während die Hamburger nur einen Dreier versenkten.

Die Lehre aus dem letztlich knappen 84:82-Sieg der Jenaer an der Elbe: Da ist noch lange nichts entschieden. Doch der Gastgeber blieb auf Betriebstemperatur und hielt die Dreierquote zu Beginn des zweiten Viertels konsequent hoch (sechs von neun). Die Hamburger dagegen zeigten Nerven. Allen voran ihr Coach, der beim 27:39 wütend eine Flasche durch die Coaching-Zone feuerte. Änderte in dieser Phase des Spieles aber auch nichts: Jena blieb am Drücker, führte zwischenzeitlich mit 52:33. Dank einer starken Dreier-Quote (63 Prozent) und 19 Rebounds bis zur Pause gingen die Gastgeber mit einem komfortabel erscheinenden 20-Punkte-Vorsprung beim 61:41 in die zweite Halbzeit.
15-Punkte-Vorsprung vor letztem Viertel
Die Hamburger, bei denen der Topscorer Martin Breunig verletzungsbedingt fehlte, kamen mit einem 8:0-Lauf aus der Kabine. Doch die Gastgeber ließen sich davon nicht beeindrucken: Wenn die Hamburger ins Laufen kamen, zogen die Jenaer die Zügel an und trafen ihrerseits. Mit einem 15-Punkte-Vorsprung ging man in die letzten zehn Minuten (84:69).
Vorentscheidung zwei Minuten vor Schlusssirene
Auch als der Vorsprung acht Minuten vor dem Ende beim 84:75 erstmals wieder einstellig wurde, hielten die Jenaer den Gast weiterhin auf Distanz – um pünktlich zur Crunchtime mit dem vierten Dreier von Joe Wieskamp mit 98:85 in Führung zu gehen. Danach ließen die Thüringer nichts mehr anbrennen und gewannen souverän mit 106:95.
Aktuelle Nachrichten zu den Jenaer Basketballern:
Nach der Begegnung gegen die Hamburger und den drei Spielen innerhalb von acht Tagen haben die Gastgeber nun etwas mehr Luft zum Verschnaufen: Erst am kommenden Donnerstag steht die nächste Pflichtaufgabe auf dem Programm. Dann empfangen die Jenaer zum nächsten Vier-Punkte-Spiel im Kampf um den Klassenerhalt die Skyliners aus Frankfurt.





