Nach den Heimsiegen der Löwen Braunschweig (98:97 nach Verlängerung gegen die Riesen Ludwigsburg) und der Academics Heidelberg (80:75 gegen den MBC aus Weißenfels) sowie der gleichzeitigen Niederlage von Science City Jena in Rostock spüren die Thüringer vor dem letzten Heimspiel am kommenden Donnerstagabend im Abstiegskampf wieder den Atem der Verfolger. Doch selbst nach den Ergebnissen in den vergangenen Tagen hat sich die Situation für die Mannschaft von Head-Coach Mike Taylor nicht verändert: Noch ein Sieg – und das rettende Ufer ist für den BBL-Aufsteiger erreicht.

Jenaer haben Klassenerhalt selbst in der Hand

„Wir haben noch viel Arbeit vor uns, sind aber auf dem richtigen Weg“, sagte der US-Amerikaner nach der Niederlage an der Ostsee. Und man hat einen weiteren Matchball. Der große Vorteil weiterhin: Man hat es selbst in der Hand. Mit dem direkten Duell gegen die Heidelberger, für das es noch ein paar Restkarten gibt und gegen die man in der Hinrunde mit 87:83 gewann, erleben die Jenaer einen echten Showdown um den Klassenerhalt an diesem vorletzten Spieltag.

Entscheidend wird auch die Tagesform

„Wir haben am Montag das Spiel analysiert und bereiten uns danach taktisch, physisch und auch emotional auf das Spiel gegen Heidelberg vor“, so der Trainer, der trotz der samstäglichen Niederlage ebenso wie Lars Eberlein eine intakte Mannschaft sieht. Der Jenaer Vereinschef ist überzeugt, dass die Thüringer gut vorbereitet sein werden. „Wir haben schon oft bewiesen, dass wir in den entscheidenden Spielen unser Potenzial abrufen können.“ Inwieweit die Mannschaft mit dem Druck umzugehen weiß, bleibt abzuwarten: „Ein Stück weit wird auch die Tagesform entscheiden“, so Eberlein.

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Apropos Druck: „Ich denke, dass sowohl Heidelberg als auch Braunschweig im Abstiegskampf mehr unter Druck als wir stehen“, ist Stephan Haukohl, der Sportliche Leiter des BBL-Aufsteigers, überzeugt. Die Mannschaft müsse an sich glauben und den nicht zu unterschätzenden Heimvorteil für sich nutzen. Nicht einzuschätzen vermag Haukohl die Tatsache, ob der Dreikampf im Tabellenkeller und der damit weiterhin verbundene Druck für die Gäste vorteilhaft für Jena ist: Würde der Abstieg der Gäste schon feststehen, könnten diese befreit aufspielen. Doch genau das dürfte nicht der Fall sein.

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Bei den Jenaern will man aber ohnehin nur auf die eigene Leistung schauen und mit einem Sieg allen Eventualitäten aus dem Weg gehen. Nach dem überzeugenden Heimsieg im Aufsteigerduell gegen die Gladiators Trier will der Gastgeber die Akademiker engagiert und mit viel Köpfchen besiegen und damit für klare Verhältnisse im Tabellenkeller der 1. Basketball-Bundesliga sorgen.

Donnerstag, 20 Uhr, Sparkassen-Arena Jena: Science City Jena - Academics Heidelberg