Nach dem 5:1 (2:0)-Heimsieg seines 1. FC Eichsfeld im Fußball-Thüringenliga-Heimspiel gegen den FSV Schleiz griff Eichsfelds Trainer Dennis Erkner verbal in die ganz hohen Sphären. „Eine Eins mit Sternchen“ verteilte Erkner. Nicht explizit an sein Team, obwohl auch das gerechtfertigt gewesen wäre.
Die Bestnote hielt Erkner für seinen Kapitän bereit. Der wiedergenesene Mittelfeldmotor Robert Sachs, der mit 20 Jahren schon die Binde trägt und gegen Schleiz mit seiner letzten Aktion das 4:0 erzielte (66.), erhielt von seinem Coach ein Extralob. „Er hat viel Verantwortung übernommen“, betonte Erkner.
Eric Seise bereitet gleich drei Treffer vor
Das Tor, bei dem der Techniker Sachs das Spielgerät nach starker Balleroberung von Linus Czosnyka und Querpass von Elias Wallbraun nur noch aus fünf Metern einschieben musste, war für einen Fußballer wie ihn aber lediglich eine Selbstverständlichkeit.
Alles andere als selbstverständlich war bei den Hausherren, die nach zwei Niederlagen aus den vergangenen drei Spielen auch ohne den wegen eines Trauerfalls verhinderten Stürmer Nils Pichinot eine Torgala hinlegten, auch die Leistung von Eric Seise. Eichsfelds Nummer 25 kam mal über links, mal über rechts und bereitete gleich drei Treffer vor.
Verletzungsschocks für Schleiz
Einen ganz bitteren Nachmittag erlebten dagegen die Ostthüringer aus Schleiz. Nicht nur wegen der weiteren Gegentreffer durch Jonas Fischer (7.), Franz Rippel (35.), Elias Wallbraun (63.) sowie den eingewechselten Finn Oberthür (81.).
Vor dem 0:1 prallten Torwart Alexander Weiß und Oskar Martin Petzold böse zusammen. Es folgte eine rund achtminütige Verletzungspause und die Auswechslung des K.o. gegangenen Petzold.
Wir haben es super-supergut gemacht
Dennis Erkner, Trainer des 1. FC Eichsfeld
Später erwischte es beim ohnehin schon personell geschwächt angereisten FSV auch noch Martin Berger (23.), der ebenfalls lange auf dem Platz behandelt wurde und dann raus musste. Und auch Joao Mendes verletzte sich am Knie und wurde ausgetauscht (53.).
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Alleine die erste Halbzeit dauerte daher 57 (!) Minuten. Nach dem Seitenwechsel hielten sich fast alle Feldspieler nahezu dauerhaft in der Schleizer Hälfte auf. Den einzigen Torschuss der Gäste in der zweiten Hälfte staubte Luis Hein zum 1:4 aus seiner Sicht ab (71.).
„Wir haben auch in dieser Höhe verdient verloren. Allerdings war der erste Treffer aus meiner Sicht irregulär“, erklärte Schleiz-Trainer Roger Fritzsch. Sein Pendant Erkner hatte dagegen für seine Jungs nur Lob übrig: „Wir haben es super-supergut gemacht.“



