Das rettende Ufer namens Nichtabstiegsplatz ist für den 1. SC 1911 Heiligenstadt nach der 0:2-Auswärtsniederlage in der NOFV-Oberliga Süd bei Lok Stendal weiter denn je entfernt. Ausgerechnet im Duell gegen einen direkten Kontrahenten im Abstiegskampf gelang es den Eichsfeldern nicht, an die zuletzt gezeigten Leistungen anzuknüpfen.

„Wir haben den Gegner durch individuelle Fehler immer wieder ins Spiel kommen lassen“, nahm Trainer Benedikt Seipel besonders Bezug auf die Entstehungsgeschichte des ersten Gegentreffers, als Stendals Top-Torjäger Philipp-Maik Witte mit seinem 14. Saisontor die Eichsfelder kalt erwischte. Vor der endgültigen Entscheidung ging der Ball in der Vorwärtsbewegung verloren.

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Für seinen Klärungsversuch mit der Hand auf der Torlinie sah Artur Voilenko (78.) folgerichtig den roten Karton. Der kurz zuvor eingewechselte Rosario Schulze (79.) verwandelte den fälligen Handelfmeter zum 0:2-Endstand. Es spricht für die Moral der Heiligenstädter, die trotz des Rückstandes und der numerischen Dezimierung stets um eine Ergebnisverbesserung bemüht waren. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass den Eichsfeldern beim Stand von 0:0 das nötige Quäntchen Glück fehlte, als Keliano Tavares das Leder an den Pfosten knallte.

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„Das war der insgesamt fünfte Aluminiumtreffer in den letzten Spielen“, haderte Seipel einerseits mit dem Schicksal, richtete aber andererseits den Blick nach vorn. „Wir versuchen mit der aktuellen Tabellensituation realistisch umzugehen und wollen uns gegen Bautzen von einer besseren Seite präsentieren.“ Dass die Mannschaft dazu in der Lage sei, habe sie im Hinspiel unter Beweis gestellt, unterstreicht der SCH-Trainer. Fehlen wird dabei neben Rotsünder Artur Voilenko wohl auch Elias Gorges, der das Spielfeld vorzeitig verletzungsbedingt verlassen musste.