Mit passenden Worten eröffnete der Thüringer Landtagspräsident Dr. Thadäus König als Schirmherr am Samstag den 3. Chikara Cup in Erfurt. „Chikara steht im Japanischen für Kraft, Mut und Können. Genau diese Eigenschaften verkörpern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Chikara Cups. Sie verkörpern aber noch etwas anderes: Respekt vor den Regeln des Wettkampfs und gegenüber denen, gegen die sie antreten. Das gilt grundsätzlich für alle Sportarten. Deshalb ist Sport eine Bereicherung für unser Zusammenleben.“

Um dem enormen Run auf die begehrten Startplätze gerecht zu werden, wurde die bisher in der Riethsporthalle stattfindende Veranstaltung des Karate Dojo Chikara-Club Erfurt (KDCE) in die Leichtathletikhalle verlegt. Dort konnten die Wettkämpfe auf bis zu elf Tatamis (Wettkampfflächen) gleichzeitig ausgetragen werden. Bereits kurz nach Ausschreibungsbeginn waren alle Startplätze mit namhaften nationalen und internationalen Karateka besetzt. Gemessen wurde sich in den Disziplinen Kumite (Freikampf) und Kata (Form) in neun Altersklassen (U10 bis Masterklasse) im Einzel- und Teamwettbewerb.

Qualifikationsturnier für EM und Schüler-DM

Der Chikara Cup hat als Qualifikationsturnier für die Karate-Europameisterschaft der Jugend und Junioren 2026 im Bereich Kata eine besondere Bedeutung. Zudem dient das Turnier als Gradmesser und Qualifikationsturnier für die Deutschen Meisterschaften der Schüler am 17. Mai in Halle. Vor diesem Hintergrund sind die Verantwortlichen des KDCE besonders stolz auf die Leistungen ihrer Athleten: Mit 40 Podiumsplätzen (achtmal Gold, zehnmal Silber, 22-mal Bronze) erkämpften die Erfurt Platz eins im Medaillenspiegel. Bushido Waltershausen auf Rang zwei und Musashi Weimar auf Rang drei komplettierten das tolle Thüringer Abschneiden.

Die Athleten und die Zuschauer lobten die großartige Organisation und den professionellen Ablauf der Veranstaltung. All das erforderte eine lange im Vorfeld beginnende Planung, an deren Spitze Claudia und Swen Sattler ihre umfangreichen Erfahrungen einbrachten. Aufbau, Technik, Ordnungsteam, Catering, medizinische Betreuung, Startkartenausgabe, Eintrittskontrolle, Siegerehrung, Gästebetreuung, Abbau, Reinigung und Athletencoaching – an vieles musste gedacht werden. „Ohne die Unterstützung von über 100 ehrenamtlichen Helfern hätte all das nicht realisiert werden können“, bedankten sich die Sattlers herzlich bei allen Beteiligten.

Ein großes Dankeschön geht ebenfalls an das gesamte Kampfrichterteam unter Organisation von Mitja Suck und an alle Sponsoren. Sämtliche eingenommenen Eintrittsgelder werden dem Förderverein der Astrid-Lindgren-Schule Erfurt gespendet.