Die Mannschaft, die den RSB Thuringia Bulls vor ziemlich genau einem Jahr ihre letzte Niederlage zugefügt hat, schaffte das am Samstagabend wieder. Mit 85:72 gewann CD Ilunion Madrid das lange Zeit hochspannende Finale um den Champions Cup und fügte den Elxlebener Rollstuhlbasketballern ihre erste Pleite nach 31 Siegen in Folge zu.
Im ersten Viertel setzte vor allem der wochenlang verletzte Alex Halouski, der sich beim überdeutlichen 90:36-Halbfinalsieg gegen Cantù noch zurückhalten konnte, die Akzente für die Thüringer. Mit seinem zweiten Dreier des Spiels brachte er sein Team mit 14:10 in Führung. Doch auch nach dem 16:10 ließen sich die Gastgeber nicht abschütteln und führten dank des Trios Ortega, Diallo und Warburton, der das Viertel mit einem persönlichen 4:0-Lauf abschloss, nach zehn Minuten mit 22:21.
Halouski in der ersten Hälfte stark
Das zweite Viertel läutete Joke Linden, der zuvor noch Probleme gehabt hatte, mit vier schnellen Punkten für die Elxlebener ein. Als sein Team in Begriff war, sich etwas abzusetzen, brachte der britische Altmeister Bywater die Madrilenen mit sieben Punkten wieder knapp nach vorn. Am Ende der zweiten Hälfte verfehlten die Spanier aber einige Würfe, Halouski (zur Pause 14 Punkte) und Jordi Ruiz trafen zur 42:39-Halbzeitführung für die Bulls.
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Auch im dritten Viertel konnte sich zunächst kein Team absetzen. Die Bulls führten anfangs mit fünf Punkten, nahmen kurz darauf aber die Auszeit, als sie 46:47 zurücklagen. Mit Latham setzte nun ein anderer Oldie die Akzente für Madrid, während die Bulls sich schwertaten, sich gute Würfe zu erspielen. Und dann kam wieder Bywater: Der Edelschütze, der nur noch selten als Topscorer in Erscheinung tritt, fing nun Feuer und versenkte fast mit der Viertelsirene einen für den Deutschen Meister ganz bitteren Dreier, der Ilunion mit 63:56 in Führung brachte.
Im Schlussviertel versenkt Madrid fast jeden Wurf
Auch im Schlussviertel erarbeiteten sich die großgewachsenen Madrilenen immer wieder zweite Chancen und hielten ihren Vorsprung konstant bei sechs bis acht Punkten. Die Bulls konnten den Zug zum Korb der Spanier, die sie beim Viertelfinalturnier im März noch besiegen konnten, einfach nicht verhindern. Vor allem der riesige Jasso bereitete ihnen arge Probleme. Ihrerseits versuchten sie es zu oft mit Einzelaktionen, statt sich zum Korb durchzuspielen.
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Warburton erhöhte Madrids Führung fünf Minuten vor Schluss auf 70:60, Jasso sorgte zwei Minuten später mit seinem Korbleger zum 76:64 für die Vorentscheidung. Sein Team verfehlte im Schlussviertel kaum noch einen Wurf und sicherte sich am Ende verdient zum ersten Mal seit 2017 den Champions Cup. Die Bulls müssen indes weiter auf ihre dritte europäische Krone nach 2018 und 2019 warten.





