Die Personalie kam durchaus überraschend. Fußball-Thüringenligist FC An der Fahner Höhe präsentierte mit Sascha Balcerowski einen jungen Trainer als Nachfolger für Dimo Raffel, der zum Saisonende aufhört. Der 34-jährige Balcerowski führt derzeit noch die Geschicke beim Kreisoberligisten FC Union Erfurt, mit dem er noch den Aufstieg in die Landesklasse erreichen kann. Wir sprachen mit ihm über den Wechsel und die aktuelle Situation.
Steht Ihr Handy seit der Verkündung des Wechsels noch still?
Tatsächlich kamen auf dem Heimweg von einer Dienstreise immer wieder Nachrichten ein von vielen Wegbegleitern, Spielern und anderen Vereinen. Sie alle haben mir Glückwünsche übermittelt und sich für mich gefreut.
Wie hat Ihre jetzige Mannschaft die Nachricht aufgenommen?
Das Ganze war am Dienstag beim Training natürlich ein großes Thema und die Enttäuschung war zu spüren. Es ist logisch, dass es nun ein wenig Verunsicherung gibt, die sich aber legt, wenn dort die Nachfolge geklärt ist. Für mich selbst verlief es positiv, da sich alle für mich gefreut haben, dass ich diese Chance bekommen habe. Jeder versteht auch, dass ich diese nicht ablehnen konnte. Aber natürlich gibt es ein lachendes und weinendes Auge. Ich bin bei Union mit 27 Cheftrainer geworden und habe viel mehr Höhen als Tiefen erlebt.
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Sorgt die Neuigkeit im spannenden Kreisoberliga-Endspurt für Ablenkung? Immerhin spielt Union um die Meisterschaft…
Das wird sich auf dem Platz zeigen. Wir haben am Samstag und Mittwoch vor dem Männertag zwei ganz wichtige Spiele. Trotz der Information möchten wir so frei wie möglich aufspielen und Punkte holen. Wir sind auf uns gestellt und haben es in der Hand. Der Wechsel an sich war nicht länger geheimzuhalten. Irgendwann wurde der Buschfunk zu laut.
Welchen Reiz macht die neue Aufgabe ab Sommer aus?
Grundsätzlich natürlich die neue Liga. Der Verein hat Zugkraft und ist im Thüringer Fußball ein Aushängeschild. Die Vereine haben freundschaftliche Beziehungen zueinander. Mein Ziel war es, mittelfristig in Richtung Thüringenliga zu schauen und es zu schaffen. Ich brauchte aber Bedenkzeit. Jedoch wollte ich die Chance auch nicht verstreichen lassen. Es reizt mich, mit dem Kader voller Erfahrung das Projekt, junge Leute aus der Region einzubinden, voranzutreiben.
Mir hat die Offenheit und Vorfreude der Spieler gefallen, mit mir arbeiten zu wollen.
Sascha Balcerowski
Inwieweit kennen Sie Ihre neue Mannschaft bereits?
Ich kann jeden zuordnen, habe die letzten Tage schon mit den Kapitänen Artur Machts und Robert Lischke gesprochen und mich ausgetauscht. Es waren schon des Öfteren Spieler von Fahner bei uns zum Zuschauen da, daher passt das. Mir hat die Offenheit und Vorfreude der Spieler gefallen, mit mir arbeiten zu wollen. Das hat mir den Wechsel einfach gemacht.
Neue Trainer bringen gerne Schützlinge mit. Ist das bei Ihnen genauso?
Ich habe nicht vor, aus dem aktuellen Verein jemanden mitzunehmen. Die Mannschaft hat Landesklasse-Niveau und soll so zusammenbleiben.
Wie sieht es mit dem Trainerteam aus?
Wir befinden uns noch in letzten Gesprächen mit Kandidaten und wollen in Dachwig mit einem Trio in die Saison gehen. Die Spieler wie Artur oder Robert sollen sich bewusst auf das Spielen konzentrieren. Wir bauen das Trainerteam so auf, dass die Trainingsarbeit immer abgedeckt werden kann.




