Fußball-Thüringenliga: SV 09 Arnstadt - TSV Gera-Westvororte 4:0
Trifft er auch im vierten Spiel in Folge? Arnstadt Brooklyn Menge (rechts) gegen den Gerarer Amadou Mouctar Diallo. © René Röder

In der Fußball-Thüringenliga stehen die beiden Vertreter aus dem Ilm-Kreis vor kniffligen Aufgaben. Während die SpVgg Geratal im Kellerduell den Aufsteiger Blau-Weiß Büßleben empfängt, will der SV 09 Arnstadt nach dem 4:0 über Gera-Westvororte auch in Dachwig beim FC An der Fahner Höhe nachlegen und seine Serie als einzig ungeschlagenes Team der Liga fortsetzen.

FC An der Fahner Höhe - SV 09 Arnstadt (Sa., 14 Uhr)

Der SV 09 Arnstadt will weiter im Vorderfeld der Thüringenliga mitmischen. Nach dem überzeugenden 4:0-Heimsieg über Gera-Westvororte sind die Männer von Trainer Martin Hauswald das einzige noch ungeschlagene Team der Liga.

„Das soll auch so bleiben“, sagt Stürmer Lukas Scheuring selbstbewusst. „Wir sind im Moment sehr gut drauf, stehen hinten sicher und machen vorn unsere Tore. Aber leichte Gegner gibt es nicht – wir müssen jedes Spiel wieder neu an unserem Erfolg arbeiten.“

Während Trainer Hauswald nach seinem Kurzurlaub wieder an der Seitenlinie steht, muss Eric Stelzer, einst selbst in Fahner aktiv, seine Rote Karte aus dem Borsch-Spiel noch absitzen. Ob Ben-Luca Kunz nach Leistenproblemen zurückkehrt und Julian Knoll wieder ins Tor rückt, entscheidet sich kurzfristig. Ersatzkeeper Christian Apel (47) hat an Dachwig gute Erinnerungen: Beim 4:4 im Juni 2024 eröffnete er mit einem spektakulären Abschlagtor den Torreigen. Den letzten Sieg gegen Fahner gab es im Oktober 2018, als Arnstadt trotz zweier Gelb-Roter Karten 2:1 gewann.

„Der Kopf war nicht frei“, gab Trainer Dimo Raffel enttäuscht zu.

Nach zwei ganz starken Jahren, verwundert der Fehlstart des FC An der Fahner Höhe (Platz 10, erst zwei Siege in sieben Begegnungen). Ein dritter Sieg gegen Geratal letzte Woche schien gesichert, doch in der Nachspielzeit brachte ein Elfmeter noch den Ausgleich. Trainer Dimo Raffel danach konsterniert: „Der Kopf war nicht frei. Das 2:2 ist ein enorm bitterer Rückschlag.“

Aus seiner Jokerrolle heraus kommen möchte gern der Ex-Haarhäuser Maximilian Brandau. Er hofft gegen Arnstadt auf einen längeren Einsatz – bisher wurde er viermal eingewechselt – und ein erstes Saisontor. „Arnstadt ist in diesem Jahr stark, keine Frage. Aber warum soll nicht gerade in solch einem Top-Spiel unser Knoten platzen? Fakt ist: Wir gehören nicht auf Platz zehn“, so der im Sommer zu Fahner gewechselte Stürmer.

Unser Tipp: 2:3.

SpVgg Geratal - Blau-Weiß Büßleben (Sa., 14 Uhr)

Wenn der Dreizehnte auf den Vierzehnten trifft, weiß jeder, worum es geht. Nur ein Zähler trennt die Gerataler derzeit von Aufsteiger Blau-Weiß Büßleben und einem Abstiegsplatz! Beide Teams haben bislang erst einen Sieg eingefahren: Geratal gewann 2:1 in Bad Frankenhausen, Büßleben gewann zum Start 1:0 gegen Nordhausen und verschenkte letztlich gegen Ex-Oberligist Wismut Gera eine 4:2-Führung in der vierten und achten Nachspielmute zum 4:4. Das 1:4 danach in Schleiz war weniger gut. Büßlebens Trainer Mario Wisocki fordert eine deutliche Steigerung: „Aus meiner Sicht war das in Schleiz unser schwächstes Spiel. Die Fehlerkette war einfach zu groß, das muss in Geraberg deutlich besser werden.“

Der Gerataler Peempos Thubthimdee (links, hier gegen Wismuts Florian Schubert) hofft im Kellerduell gegen Büßleben auf Erfolg.
Der Gerataler Peempos Thubthimdee (links, hier gegen Wismuts Florian Schubert) hofft im Kellerduell gegen Büßleben auf Erfolg.© René Röder

Auch Geratal kennt das Leid der späten Gegentore. Gegen Schleiz trafen die Gäste fünf Minuten vor Schluss zum 2:3, davor bei Westvororte gab es den 1:1-Ausgleich kurz vor Schluss und gegen Wismut in der dritten Nachspielminute das 2:3. In Dachwig in der Vorwoche war das Glück auf Gerataler Seite: Lennox Reykowski verwandelt in der ersten Nachspielminute einen Strafstoß zum 2:2-Ausgleich – ein kleiner moralischer Befreiungsschlag. Personell bleibt weiter offen, ob Martin Kellner, Moritz Wedekind oder Yannis Roth die Abwehr endlich wieder festigen können.

Unser Tipp: 2:2.